Levéltári Közlemények, 74. (2003)

Levéltári Közlemények, 74. (2003) 1–2. - FORRÁSKÖZLÉSEK - Tuza Csilla: Egy miniszteri biztos jelentése Zemplén megyéről 1850-ben / 269–299. o.

281 Tuza Csilla: Egy miniszteri biztos jelentése bei 15 000 Centner gewonnen. Der Flachs wird vorzugsweise in der Gegend von Sztropko gebaut. Dieses Produkt wird hauptsáchlich fúr den Hausbedarf kultiviert, doch kommen hievon auch jáhrlich bei 2000 Centner auf den Markt von Nagy-Mihály. Man erzeugt jáhrlich bei 40 000 Ellen fertigen Flachsleinwand zum Verkaufe, die nach Kurima Sároser Komitats zu Markt gebracht vverden. Farber gibt es hie und da, die auch Leinwand aus Galizien kaufen, und sie zurichten. Die Nothjahre habén diesem an sich nicht bedeutenden Erwerbszweige grossen Eintrag gethan. Gegenwartig hebt es sich mit dem zunehmenden Wohlstande der Bauern in Folge der Aufhebung derUrbariallasten. Hanf wird bei Nagy-Mihály und im Norden des Komitats in der sogenannten Kraina beinahe in jeder Ortschaft gebaut, die Produktion dürfte bís 200 000 Centner betragen. Die dórt sehr beliebte Hanfleinwand kömmt auf die Markte von Gálszécs und Homonna. Schilfrohr wáchst in der Sumpfgegend an der Bodrog in ungeheuren Massen, und wirft einen grösseren Gewinn ab, wie der Weizen, es dient meistens zur Feuerung. Obst wird in der Hegyallja in den feinsten Gattungen zwischen den Weingarten gezogen, und wirt\ einen namhaften Gewinn ab. Auch im Norden des Komitats gibt es Obstgárten, doch sind diese von minderem Ertrag. Man hat Versuche in der Pflanzung des Maulbeerbaums gemacht, die nicht ohne Resultate blieben. Es wurde diese Kultur eíner eigenen Komitats-Kommission übertragen, der es gelang, insbesondere bei Sztankócz zahlreiche gut fortkommende Maulbeerpflanzungen einzuführen. Die Revolution hemmte auch dieses preiswürdige Beginnen. Die Wiesenkultur ist im Süden des Komitats bedeutend, in den nördlichen Gegenden erscheint sic durch den grösseren Waldstand geschmálert. Seit den vielfáltigen Zusammenlegungen (Kommassationen) hat sich die Weide der Landleute vermindert, daíur der Kleebau an Umfang gewonnen. Was die Waldkultur betrifft, so findet man in der Theissgegend viel Eichen, die ferner auch in dem Distrikt von Nagy-Mihály in der östlichen Kraina bei Stakczin vortrefflich fortkommen. Von Homonna aufwárts gegen Stakczin und Mezőlaborcz gibt es ausgedehnte Buchenwaldungen. Nadelhölzer sind seltener, erst in der neueren Zeit Pángt man an dieselben zu verbreiten. Die Waldkultur befriedigt die Fachmánner nur wenig. Sie leidet wiewohl in geringerem Masse an Übeln, welche wir im Bericht über das Gömörer Komitat zu schildern Gelegenheit hatten. Im Zempüner Komitat klagt man insbesondere über die Missachtung des Eigenthumsrechtes der Forstbesitzer. Der gemeine Mann hat noch aus früheren Zeiten die Idee vererbt, dass der Wald gleich dem Flusswasser und der Luft ein Gemeingut sei; diese Idee ist der Gegensatz des Trachtens der grossen Grundbesitzer, die Waldungen als eine Art Regale der Volksmasse zu entziehen, und derén Benützung mit Gegenleistungen zu verknüpfen. Es wird jetzt viel Holz gestohlen, nicht nur zum eigenen Verbrauch, sondern auch zum Verkauf. Den Entgang der Weiden in Folge der Kommassationen sucht manche Gemeinde durch angelegte Waldbránde zu ersetzen, denn hiedurch kommt wie bei den Hinterwaldlern Nordamerika's die Weide von selbst. Der Umstand, dass im Zempliner Komitat sehr viele Güter in Hánden jüdischer Páchter sind, denen die Konservierung des Waldstandes wenig am Herzen liegt, und die Folge recht bei Waldfreveln ein Auge zudrücken, vermehrt das Übel. Einsichtsvolle Gutsherren halfen sich durch Ausscheidung und Verleihung eines Waldtheils an die Gemeinden zur unumsehránkten Benützung, und stellten durch diesen Akt von Grossmuth den Hausfrieden auf das Gründlichste her. Die Bauern wirtschaften in der althergebrachten Weise nach dem Systeme der Dreifeldwirtschaft, die in diesem Komitate begüterten grösseren Herrschaften führen hingegen der Ökonomie auf preiswürdige Weise durch intelligente Beamte und Anordnung aller Mittel, welche die Wissenschaft an die Hand gibt. Eine wahre Geissel der Bodenkultur sind die Báche und Flüsse des Komitats, die Hernath, Toplya und Ondava, die Bodrog und die Theiss nebst mehreren kleinen Wássern. Die ersteren drei verheeren die oberen Gegenden, die letzteren zwei die unteren. In früheren Zeiten, wo die schroffen, mit einer lockeren Erdschichte bedeckten Berge oberhalb Varannó dicht mit Wáldern besetzt waren, gehörten die unterhalb liegenden Tháler,

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