Levéltári Közlemények, 74. (2003)
Levéltári Közlemények, 74. (2003) 1–2. - FORRÁSKÖZLÉSEK - Tuza Csilla: Egy miniszteri biztos jelentése Zemplén megyéről 1850-ben / 269–299. o.
280 Forrásközlések Mitteln gebietende Herren vermochten sich gegen die Machte des Zufalls zu sichern, welche die Rebenpflege von allén Seiten bedrohen. Der grossartige Pataker Weinkeller des Fürsten Brezenheim ist z. B. eine Státte des Triumphs dieser Ort. In seinen weitlaufigen Stollen ruhet die Kraft einiger dreissig Sommer in wohlgefúllten Fássern, derén Inhalt lauter unverfálschter, herrlicher Rebensaft ist, welcher nach Versicherung der Kenner verjüngt und das Herz edel befeuert, wie das vvahre Wort. Hundert andere Weinbesitzer fanden in ihrem Gescháfte den Untergang. Der Ackerbau des Zempliner Komitats nimmt nach den verschiedenen Gegenden eine verschiedentliche Gestaltung an. In dem Landesstriche Bodrogköz gibt es einen schwarzen Humus erster Sorté, auf welchem die bestén Fruchtgattungen gedeihen. Die Gegend von Szerencs ist ein wahrer Gartenboden. Der Distrikt um Gálszécs und Nagy-Mihály hat schon mehr lehmige Erde, doch sat man dórt in den Thálern noch immer Weizen und es gibt insbesondere bei Berettó und Matza einige Stellen fúr die feinsten Gemüse geeigneten vortrefflichen Grundes. Weiter hinauf gegen Homonna und Varannó ist die Fruchtbarkeit schon eine mindere, bei Sztropko und Stakczin bis gegen die galizische Gránze kömmt nur noch Hafer mit minderen Fruchtgattungen fórt. Der dortige Boden wird immer mehr und mehr steinig, und hat so wenig Humus. dass es einen grossen Fleiss braucht. um ihn auch nur im geringeren Masse ertragfáhig zu machen. Die Bodenprodukte bestehen ausser dem Weine in Weizen, Korn, Mais, Tabak. KartolTeln. Hafer, Gerste, Haidenkraut, Hirse, besonders die kleinere Gattung, Erbsen. Linsen, Bohnen. Mohn. Flachs, Hauf, Schilfrohr, allerlei Obst und Melonen. Diese Produkte wechseln mit dem Boden und der Beschaffenheit des Klima, das im unteren Theile des Komitates ganz den Charakter des Südens mit seiner üppigen Vegetation und sengenden Hitze trágt, in den miltleren Gegenden gemássigt ist, im Norden aber rauh genannt werden kann. Der Ertrag ist druchschnittlich bei dem Waizen und Roggen 5 Korner, bei der Gerste 7. bei Kartoffeln 10. Was die einzelnen Produkte anbelangt, so glauben wir hervorheben zu dürten, dass das Missrathen der Kartoffel in diesem Komitat noch vor einigen Jahren den Hungertod in den nördlichen Gegenden vielfaltig zur Folge hatte. Der Hungertyphus máhte insbesondere im Jahre 1847 die Bevölkerung auf eine furchtbare Weise nieder. Gerade die kráftigeren Natúrén unterlagen. wáhrend Greise und schvvache Weiber zurückblieben. Die Agrikultur verlor ihre bestén Hande, und es vermehrte sich die Anzahl der öden Gründe, die nach und nach von den Herrschaften eingezogen und an Juden verpachtet zu werden pflegten. Die Kartoffelkrankheit hat noch nicht ihr Ende erreicht. Sie bescháftigte mehrere ausgezeichnete Ökonomen dieser Gegend. Insbesondere wurde zu Tállya, einer Fürst-Brezenheimischen Herrschaft allé jené Heilversuche gemacht, welche die Wissenschaft anpries, alléin vergeblich. Doch stellte sich zufallig heraus, dass eine Gattung mit dunkelvioletter Hülle sich mit besonders günstigem Erfolge erhielt. Bereits das vierte Jahr wurden dórt auf einem gutgedüngten Acker mit gleicher Bearbeitung weisse, gélbe und blaue Kartoffel gesetzt. Erstere verfaulten zur Hálfte, die blaue Sorté verlor nur drei Prozent. Die Sache ist nicht ohne Gewicht vielleicht gleicht sie in der grossen Kartoffelfrage dem Ei des Columbus. Die Farbe ist bei Naturprodukten das Symbol des inneren Wesens, die dunkle bedeutet Kraft, die auch um der Krankheit zu widerstehen, unentbehrlich ist; die blau beschalte Kartoffel ist vielleicht die einzige widerstandfahige. Das Fehlschlagen dieser Frucht hat im Zempliner Komitat den Mais zu ehren gebracht. eine Fruchtgattung, die die Kartoffeln zu verdrángen Miene macht. Der Mais beginnt bereits bis gegen Homonna vorzurücken. Er náhrt nicht nur die ármeren Familien, sondern wird auch in den zahlreichen Branntweinbrennereien mit übervviegenden Nutzen verbraucht. Man kennt jedoch viel zu wenig seine Behandlungsweise, und seine zahlreichen Sortén, von welchen einige früh reifende mit ausserordentlichem Vortheil in den nördlichslen Gegenden fortkommen und den Mangel vermindern helfen würden. Eine weitere Ersatzfrucht ist die Hirse, welche von den Ruthenen in der kleineren Gattung seit der Kartoffelseuche immer mehr und mehr angebaut wird. Berühmt ist der Weizen in Gálszécs und der Tabak in Rátka, in dem Winkel Bodrogköz werden hievon jahrlich