Levéltári Közlemények, 56. (1985)

Levéltári Közlemények, 56. (1985) 1. - FORRÁSKÖZLÉS - Soós István: Hajnóczy József és Cornides Dániel levelezése / 97–124. o.

Hajnóczy József és Gornides Dániel levelezése 113 Bedeutung der angeführten Wörter nichts sagen, so wenig ich es beantworten kann, welche Décréta Ludoviei II. ich ganz habe. Komme ich aber nach Siebenbürgen, welches im bevorstehenden Monath April geschehen wird, so werde ich Ihnen hievon Nachricht zu ertheilen im Stande seyn. Seyt dem vorigen Termin habe ich das allererste noch unge­druckte Dekret Matthiae Corvini von 1458. bekommen, welches sich auch Herr Benczúr, der damals in Pest war, abgeschrieben hat. Von ihm können Sie also, wenn Ihnen was daran gelegen ist, viel leichter eine Abschrift davon erhalten, als von mir; weil ich morgen nach Szirak aufbreche, von wannen ich mit meinem Herrn Grafen nach den Honter Oo­mitat, und von da nach Neusohl verreise. Dieser ganze Monath wird mir mit dergleichen Herumziehen vergehn. Die in der vaticanischen Bibliothek befindliche Sammlung Ung­rischer Dekrete, wovon ich Ihnen schon einmal geschrieben hatte, wird von Montfancon in Bibliotheca Bibliothecarum Codicum MSStorum, [Manuscriptorum] Tom. I. pag[ina] 22. folgendergestalt angezeigt: Biblioth[eca] MSS. [Manuscriptorum] Reginae Sueciae in Vaticana nro 385; Décréta et Constitutiones Hungaricae a S[ancto] Rege Stephano usque ad ann[um] 1567. Auetore Petro Menghino Illicino Italo, Protonotario Apostolico. 3. Was die impressura Tallerorum sey, 1596, art[iculus]59 ? Die ersten Thaler, das ist, die ersten Silbermünzen, so 2. Loth halten, sind anno 1519. zu Joachimsthal in Böh­men, geschlagen worden, daher sind solche, Thaler, von Joachimsthal, lateinisch Thaleri oder auch anfänglich Joachimici genennt worden. So gar in dieMoscau sind diese Joachims­Thaler gekommen, allwo ein Thal er annoch Japhimock heisset, von Joachim. In Ungarn wurden die ersten Thaler a[nno] 1553. geprägt worden, wie dieses aus 1553. art[iculus] 23. erhellet. Die Stände fanden aber, daß das Prägen der Thaler dem Lande schädlich sey, 1555. art[iculus] 88; deswegen drangen sie auf deren Abschafung schon im J[ahre] 1556. art[iculus] 38. Die Bitte derer Monetariorum, ut impressura Tallerorum non introducatur, 1596. art[iculus] 59. betriff das Prägen der Thaler durch ein Walzwerk, welches entweder von Arbeitern, oder von Wasser getrieben ward. Zwo stählerer Walzen, auf deren eine der Awers, auf die andere der Rewers gestochen war, wurden in Bewegung gesetzt, und druckten den Silberstangen oder Blechen, deren Breite und Dicke der künftigen Münze schon einigermassen proportionirt war, auf beyden Seiten das Gepräg ein, worauf diese erst ausgeschnitten wurden. Die Kunst, Münzen durch ein dergleichen Walzwerk zu prägen, ist eine Erfindung der letzten Helfte des XVI— Jahrhunderts. Pighius in Hercule Pro­dicio, Antverp[en] 1587. in 8 00 pag[Ína] 232. 79 besehreibt sehr umständlich dieses Kunst­werk, das bereits im Jahre 1575. zu Halle in Tyrol im Gebrauch gewesen ist. Ich will nur den ersten Period aus der weitläuftigen Beschreibung des Pighius hieher setzen: Hinc pergunt ad Archiducis fabricam monetariam (:Halae Tyrolis:) uti novum nostri saeculi inventum formandae monetae vidèrent; quod aurei, argentei, aereique nummi non flando feriundove fiant, aut malleis cudantur, sed expeditissime praelis imprimantur. etc. Dieses war also die impressura, welche die Ungrischen Münzmeister verbathen. Und eben diese Maschine wird 1597. art[iculus] 20. Prelum genennt. 4. Sie fragen, was Quarteria sub hasta venditionis [1]659:15. bedeute? Ich habe den angeführten Artikel aufgeschlagen, und durschgelesen, aber darinnen den gedachten Ausdruck nicht gefunden. Sie müssen sich also ohnfehlbar verschrieben haben. Sonsten heist im Lateinischen: sub hasta vendére, so viel, als etwas durch Licitation verkauften. Wer die Scoti 1662:12.8.1. waren, weiß ich nicht mit Gewissheit zu bestimmen; so viel ist richtig, daß es nicht unsere Schottischen Brüder waren. Aus dem Context ergiebt sich, daß durch Schotten, Landfahrende Krämer, institores circumforanei, müssen verstanden werden. In dem XVDîH Jahrhundert kommt schon dieses Wort in der gedachten Be­deutung vor. So sagt, zum Exempel Mathesius Sarept. Conc. XIII. 80 »ein Pfrogner, Sonnen-Krämer, Schulderer und Schott, der mit seiner gefälschten Mütze ( :das ist, Metze, Maas:) die Leute besebelt« Und Scheplitz in Constitutionibus Marchicis, in einem Chur­fürstlichen Mandat, P. IV. t. 5: »Fremder Krämer, Land-Fahrer, Schotten, Juden, etc.« In der Preussichen Lands-Ordnung, fol. 46. 1. von Krämern und Schotten: »Schotten, die allhier in unserem Fürstentum Preussen seßhaftig, sollen feil haben, aber ohne Betrug 79 A mű pontos címe: Hercules prodicius seu principis juventutis vita et peregri­natio. História principis adolescentis institutrix; et antiquitatum, rerumque scitu digna­rum varietates. Per Pighiurn Stephanum Vinandum Campendem. 80 Johann Mathesius: Sarepta oder Bergpostill sampt der Joachimstalischen kurt­zen Chroniken. Auffein neues corrigirt unnd gebessert mit einem Register der Spruch auss altem und neuem Testament erkleretsind durch . .. Nürnberg, 1664.

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