Levéltári Közlemények, 47. (1976)
Levéltári Közlemények, 47. (1976) 1. - FORRÁSKÖZLÉS - Nehring, Karl: Quellen zur ungarischen Aussenpolitik in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts I. / 87–120. o.
Quellen zur ungarischen Außenpolitik in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. I. 117 191. 1487 August 7, Zadar [?] Matthias verleiht der Stadt und dem Rat von Ancona anläßlich des vor kurzem zwischen Ungarn und Ancona abgeschlossenen Freundschaftsbündnisses, das Recht im Namen des ungarischen Königs Nichtadlige in den erblichen Ritter-, Grafen- und Adelsstand mit allen dazugehörigen kirchlichen und weltlichen Privilegien zu erheben. Zu diesem Zweck darf sich die Stadt des folgenden Siegels bedienen: „...in cujus quidem sigilli circumferentia praeter arma nostra et nonullorum Regnorum nostrorum haec verba sculpta continentur: Sigillum Serenissimi Principis Mathiae Dei gratia Regis Ungarie, Bohemiae ac Ducis Austriae, datum Anconiatis ad creandum Comites, Equites et Nobiles. .. In cuius rei fidem et testimonium atque robur praesentes litteras nostras sub bulla nostra aurea, qua ut Rex 'Hungáriáé utimur, similiter cum praefato sigillo nostro in finem praemissorum sculpto eidem civitati Anconitanae.ejusdemque Magnifico Consilio duximus concedendum." Datum in oppido nostro Schadroiensi septima Augusti... 1487 etc. Kopie : Ancona Bibl. Comunale Camillo Albertini : Cronaca di Ancona Fol. 12v —14v. Ed. : Makuscev Nr 5. S. 147—149. 192. 1487 November 25, Wien Matthias bevollmächtigt seinen Sekretär Lukas Schnitzer zu Verhandlungen über die Verlängerung und Erweiterung des Bündnisses, das Ungarn einst mit den Vorfahren der Herzöge Georg und Albrecht von Bayern abgeschlossen hat. Bei den Verhandlungen mit den beiden bayerischen Herzögen gesteht Matthias seinem Sekretär das Recht zu, im Namen des ungarischen Königs den ausgehandelten Vertrag sofort zu unterschreiben. ...besiegelt mit unnsrm königlichen anhanngendn Innsigl. Geben zu Wienn an Sonntag Sannd Katharina tag...[l4]87 etc. Kopie: München H. St. A. Fürstenbücher 14 Fol. 98r —98v. 193. 1487 Dezember 16, Sankt Polten Matthias verspricht, nachdem zwischen seinen Räten und den Räten des kaiserlichen Feldhauptmanns, Herzog Albrecht von Sachen, ein Waffenstillstand beschlossen worden ist, daß er sich dem Urteilsspruch des Papstes unterwirft, ob er den Krieg gegen den Kaiser ungerecht und ohne Grund führe. Datum in Sancto hippolyto Ducatus nostri Austrie, die dominico proximo post festum beate lucie virginis et Martiris... 1487 etc. Ed. nach Org.: Langenn Nr. 14 S. 542f. 194. 1487 Dezember 25, Wien Matthias verleiht der Stadt Sankt Polten für ihre besondere Treue und Dienste gegenüber dem ungarischen König Stadtwappen und Siegel, „darinne ainen wolff mit seinerselb weissen leibfarb aufgerankt auf den hinndern fuessen haltend mit vergollten Cloen und Zeendn mit ain roten Zungen und in den Orn rot hanngund mit seinem swanzt." Unter Beibehaltung aller ihrer bisherigen Rechte und Privilegien, darf die Stadt fortan mit roten Wachs siegeln. Geben zu Wienn an Erichtag in der heiligen Weichnachtfeyern... 1487 etc. Ed. nach Org. Commissio propria domini Regis. Johannes Episcopus Ecclesie Waradiensis: Mayer Urkunden Nr. 10 S. 423f. 195. 1488 Januar 14, Wien Matthias billigt der Stadt Sankt Polten für die erlittenen Zerstörungen in den vergangenen Kriegsjahren eine Brückenmaut von „ain Wienner helbling" für ewige Zeiten zu. Die Maut ist für jedes Roß und Kaufmannsgut, das die Stadtgrenze überschreitet zu entrichten. Des weiteren fordert Matthias alle seine Untertanen auf, dieses neuverliehene Mautrecht zu beachten. Geben zu Wienn an Mitwochn nach sand Erhardts tag... 1488 etc. Ed. nach Org. Ad mandátum domini Regis: Mayer Urkunden Nr. 11. S. 424f. i 196. 1488 Januar 16, Wien Matthias fordert die Stadt Kaschau auf, dem königlichen Schatzmeister Bischof Úrban [Dóczy] von Eger 3000 Gulden für den Kampf gegen den Kaiser zu überweisen. Da die vom Landtag gewährte