Levéltári Közlemények, 28. (1958)

Levéltári Közlemények, 28. (1958) - Komjáthy Miklós: A breszt-litovszki béketárgyalások anyaga a bécsi Staatsarchivban : problémák a legújabbkori irattan köréből / 129–150. o.

A breszt-litovBzki béketárgyalások 145 benyomást tett Lenin, aki nagyon készségesen ment bele politikai kérdések taglalásába. Egyáltalán nem titkolta belső nehézségeiket, de ugyanakkor ki­fejezte szilárd bizakodását, hogy a nyugati népek proletariátusának szeme is hamarosan felnyílik. A kormányok végülis rákényszerülnek a békekö­tésre. Amikor Hempel panaszkodott, hogy az orosz küldöttség húzza a tár­gyalásokat, Lenin kijelentette, hogy az ő szemében is a béke mielőbbi megkötése a legfőbb cél. 34 ... . ­Euer Exzellenz Telegramm No. 4 nahm ich zum Anlasse, Herrn Lenin im Smolny —Institut zu besuchen. Lenin steht dem' Plane der Kommissionsentsendung :sehr sympathisch gegenüber und versprach, sich sofort mit den zuständigen Zentral­stellen wegen der Ausführung des Projektes in Verbindung zu setzen. Seiner An­regung entsprechend werde ich wegen der näheren Behandlung der Angelengenheit mit dem hiesigen Volkskommisär für auswärtige Angelegenheiten Benehmen pfle­gen und darf mir Bericht über das Ergebnis vorbehalten. Ich benützte die Gelegenheit, um das Gespräch auf politisches Gebiet zu leiten. Mitredner ging bereitwilligst auf diesen Gegenstand ein und entwickelte mit anschei­nender Offenheit folgenden Gedankengang: Das von deutscher Seite auf die russische Anregung, die Verhandlungen in ein neutrales Land zu verlegen, gestellte Ultimatum habe hier den ungünstigsten Eindruck hervorgerufen. Man hätte nicht erwartet, dass Deutschland in einer formellen Sache so schroff auftreten werde und es. sei die Empfindung bestätigt worden, dass in Deutschland nach wie vor der Militarismus diktiere und seine Siegerstellung auch nach aussen stets zum Ausdruck bringen wolle. Die deutscherseits bezüglich des Schicksales der besetzten Gebiete Russlands aufgestellten Grundsätze seien ein Hohn auf das Selbstbestimmungsrecht der Völker; • diese Auffassung komme auch in der ganzen ausländischen Presse zum Ausdruck und habe dem Zustandekommen eines allgemeinen Weltfriedens gewiss nur geschadet. Er sei vollkommen davon überzeugt, dass alle Völker den Frieden wünschen, er wisse, dass diese Tendenz gerade in österreichisch-ungarischer Monarchie durchgreife, auch in Deutschland sei das Volk für den Frieden, dort würden aber diese Bestre­bungen durch den Militarismus gehemmt, Abhilfe werden nur durch eine Revolution geschaffen werden können, in Frankreich begännen dem Volke bereits die Augen -aufzugehen und so sei dort in Bälde ein Ausbruch zu erwarten. Deutschland, das auch Amerika in die Konflagration hineingerissen hätte, wolle offenbar den Krieg bis zur Erschöpfung führen.* Abschliessend bemerkte Lenin, dass trotz der deutschen -Schroffheit die Verhandlungen von der russischen Regierung weitergeführt werden, -er hoffe, dass ihr Ergebnis der Friede sein werde. Ich nahm Gelegenheit, Herrn Lenin an den schleppenden und wenig befriedi­genden Verlauf unserer Verhandlungen zu erinnern und bat ihn eindringlichst, auf eine Beschleunigung der Verhandlungen und weitergehende Berücksichtigung unserer Anträge hinzuwirken; er sagte mir seine Unterstützung bereitwilligst zu und erwähnte hiebei die der Regelung der Verhandlungsgegenstände auf innerpolitischem Gebiete entgegenstehenden Schwierigkeiten. Mit der Rada sei noch immer Einvernehmen nicht zu erzielen gewesen, die Volksstimmung in der Ukraina sei aber gegen die separatistische Politik der Rada und für ein Zusammengehen mit Petersburg; er hoffe, dass eine Einigung in nicht zu ferner Zeit erfolgen werde; wesentlich grösser seien die Schwierigkeiten wegen der Vorgänge im Dongebiete. Bei meinem diesmaligen Besuch im Smolny Institut hatte ich, um zu Lenin zu gelangen, eine vielfache Reihe von Sicherheitsposten zu passieren und trotz des ad lioc ausgestellten Laisser-passer's des Auswärtigen Amtes mehrfache eingehende Verhöre zu bestehen Auch aus diesem Verfahren geht augenfällig hervor, wie sehr der Rat der Volkskommissäre um seine Sicherheit besorgt ist. Gleichlautend Brest-Litowsk sub No. 15." 34 Ebből a jelentésből is kitűnik, mint anyagunk több.más darabjából, hogy a béke kérdésében Lenin és Trockij között ellentétek voltak. Ma már, Lenin összes művei alapján világosan látjuk, hogy Lenin a valóság talaján álló államférfi könyör­10 Levéltári közlemények

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