Fejér, Georgius: Codex diplomaticus Hungariae ecclesiasticus ac civilis. Tomi IX. Vol. 7. (Budae, 1842.)

CXLI. Ludouici 11. H. prima inauspicata contra Turcas in Uulgaria ptt­gna. A. 1363. ) Kaum liatte sicli der griechisclie Kaiser eine ' Waflfenruhe von Murad eikauft, so richtete dieser seine WafFen gegen den Servisen Konig Lrosch V. . der in der Verbindung mit dcm ungrischen Konig Luduig den Grossen, und den Fiiraten von Bosnien und der \ alachei, von Pabst Urban V. aufgefodert, einen Kreizzug gegen den Tiirken unternahm. Schon waren die Verbiindeten in Eilmarschen bis an die Marizza, zwey Tagreisen von Adrianopel, gekom­men, in dessen Murad noch in Asien am H ellespont mit Krieg beschaftiget war. Die Tiirken, die nur zehn tausend Mann zahlten iiberfielen in der Nacht die dop­pelt so starke feindliche Armee, die in Schlaf und Trunkenheit versunken war. Nach den Worten ei­nes Tiirkischen Geschichtschreibers ergriffen die Christen bei dem Ueberfall der Osmanen, wie wil­de Thiere ausihrem Nachtlager aufgeschreckt, eiligst die Flucht, stromten gegen die Marizza hin, schnell wie der Wind hergeht vor der Gluth und sanken un­ter in die Fluth. In dieser Schlacht, der ersten, in welcher Ungarn gegen Tiirken fochten , sah Ludwig der Grosze seine Rettung wie ein Wunder an; er glaubte es dem Marienbilde, das er bei sich trug zu verdanken, und baute zum Danke seiner Lebenser­haltung die Kirche von Maria Zell in Steyermark. Anno Domini MCCCLXIII. Ueber die Schlacht an der Marizza vergl. man v* Hammer Geschichte des Osmanischen Reichs. 1. S. 169. folg. und die dortangefiihrten Quellen, wozu wir noch fiigen Chr o­n i c 1 e s of Rabbi Joseph translat. from the Hebrew by

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