Fejér, Georgius: Codex diplomaticus Hungariae ecclesiasticus ac civilis. Tomi IX. Vol. 6. (Budae, 1838.)

ten Gang. Das Haar ist gelblich, bisweilen rothlich und weiss , auch dunkelgelb Dem Fremden niihert sich der Finnliinder nicht leicht, obschon er ihn mit grosser Gastfreiheit aufnimmt, — Uberhaupt ist der Finne von Neuerungen kein Freund, und es halt schwer ihn zur Aenderung in seiner Lebensart, oder seinem Ackerbau zu bewegen. — In Siid-Finn­land fiirchtet man sich iiberhaupt sehr vor den Nord­Finnlandern, vornemlich als grossen Zauberern. Im Mittelalter war der Name Fenne eben so viel, als Zauberer, die Finnen sollten auch nach derall­geineinen Annahme in einem besonderen Verkehr mit den bosen Geistern stehen. Und trotz dem, dass die evangelische Heligion sich von Schweden aus, seit dem sechszenten Jahrhundert, iiber ganz Finnland verbreitet hat, giebt es auch noch jetzt daselbst Zauberer ; doch auch selbst die beriihrntesten unter ihn en glauben , dass ihnen die Lappen darin weit iiberlegen sind. — Die Finnischen Thaumaturgen , deren Hiilfe die grosse Masse des Volkes in allen geistigen und leiblichenNothen in Anspruch zu neh­men pflegt, fiihren den Namen Kuckaromies. Merkwiirdig bleibt es immer hier in Finnland , w ie hier so sehr viele Uberreste der magischen Form der Naturreligion sich haben erhalten konnen. — Die Grundziige des religiosen Bewustseyns und Kultus bei den friiheren Lappen sind unstreitig die­selben, die wir schon oben bei ihren Uralischen Stammgenossen kiinnen uelernt haben ; nurtritt hier das Zaubeihafre auf eine sehr characterische Weise hervor. Der prachtvolle Kultus des Gottes Gumala vereinigte auch die Vorfahrer der heutigen Lappen nnd Finnen, aber eine bedeutende Priesterschaft , bei beiden Stamriien , gab nicht; iiberall erscheinen , nur einzelne Schamanen ; der Kultus erscheint ver­theilt an unziihlige heilige Berge und Felsen durch ganz Finnland und Lappland , wo noch jetzt die hau­fig aufgefundenen Steindenkmahle und Hennthierkor­per auf die alten Opferstiitten hinw eissen/ 4 V. Schu­bert Heise II. p. 215. Scheffer Heschreibung von Lnppland p. 63 — 70. 106 — 107. Mohne Geschichte des Heidenthums in Nprdlichen Europa I. p 21 — 42. Bach Reise I. p. 435. Schubert, lleise durch Sehweden II. p. 247 — 259. etc.

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