Fejér, Georgius: Codex diplomaticus Hungariae ecclesiasticus ac civilis. Tomi IX. Vol. 6. (Budae, 1838.)
Itinerantes Hungariae magnae incolas sic describunt: Fr. Julianus: „terras non coiunt, carnesque equinas , lupinas, et huiusmodi comedunt: lac equinum et sangvinem bibunt, in equis et armis abundant, strenuissimi sunt in bellis, domos villas habent" 1. c. Joannes de Plan-Carpino: Incolae Pascatir et magnae Hungariae pastores sunt sine civitate aliqua." 1. c. Rubruquis: „De Pascatir, quae est maior Hungaria, ad latus aquiJonare, adducuntur TartaroMogolibus • pelles pretiosae, quas nunquam vidi in partibus nostris." 1. c. Bis auf die Unterwerfung unter die Russen, und auch noch eine Zeitlang nachhersollen die Baschkiren, ein durchaus noniasirendes Leben gefiihrt haben; aber seit ihrer F,inschriinkung durchdie Russen wurdensie zu einern halb ansaissigen Leben gezwungen.— Die Strenge des Winters auf den Uralischen Berghohen , der tiefe Schnee, und die heftige Sturmwinde daselbst nothigen die Baschkiren deri W inter iiber in Dorfern zuzubringen, welche aus einer Anzahl von zehn bis fiinfzig nach russischer Art von Holz erbauten Hiiten bestehen , und Aul (01) genannt werden. In ihnen fmdet auch das junge Vieh, und die Reitpferde eine Zuflucht, wiihrend das andere Vieh den ganzen Winter hindurch aufdem Felde uinherschweift. l)en Soinmer bringen sie in den Steppenbergen und W;ildern ferne von ihren Hausern zu, und ziehen nicht selten iiber hundert Werst weit weg. Dann haben sie eine ganz andere Lebensart, welche mit ihrem urspriinglichen Hirtenleben inehr iibereinstimmt. Sie leben grosstentheils nur von Milch, geniessen selten Fleisch , und wissen dann eigentlich auchnichts von Brod. Haben alles ihr Vieh bei sich, ziehen von einem Orte zum anderen , und nur die nachsten Felder um ihre W^interwohnungen lassen sie unversehrt, um auf demselben im Herbste etwas Iieu zu inachen , als Nothfutter fiir das Vieh