Fejér, Georgius: Codex diplomaticus Hungariae ecclesiasticus ac civilis. Tomi IX. Vol. 6. (Budae, 1838.)

im Winter. Ihro Behausungen im Somnier sind entwe­der Filzjurten, wie bei Kalmukken, oder Iliitten von Birchenrinde. Ehe sie aber ihr Hirtenleben be­ginnen, besorgen sie vorher zu Hause in ihreni Dorfe alle Landwirtschaftliche Geschiifte , sie siien um das Dorf herum etwas Getreide, bedecken ihre Baum­bienen-Stocke in den Waldern walken Filz und ger­ben Leder. Die Bienenstocke miissen die IVIiinner besorgen , die librigen Hausarbeiten werden von den Frauen verrichtet. Der Ackerbau ist bei ihnen sehr gering, denh sie Saen kaum so viel Getreide, als sie gebrauchen, und das ist sehr wenig. Brod ist bei ihnen immer selten , und soll , wie Pallas sagt, noch jetzt von der Art seyn , wie es die ersten Menschen gebackcn haben. Allein die wichtigsten vegetabilischen Nahrungsmitteln der heutigen Baskiren erscheinen die Traubenkirschen, oder die Friiohte von dem Prunus padus und da Herodot (IV. 23) etwas Aehnliches von dem Scythischen Volke der Agri|)|i;ier berichtet, deren Sitze in der Gegend des Siidlichen Ural zu suchen ^ind, so hat nian nicht mit L nrecht in Verbindung mit einigen andern Uinstiinden auf die Einheit der alten Agrippacr mit den Baskiren ge­schlossen (Erman , Ueise I. p. 309. 427). Auch be­richtet er den merkwiirdigen Uinstand , dass keine kiinstlichen Wiesen , und darum keine bedeutende Schaafzucht hiitten ; im Sommer lebten sie in A\ iil­dern, im Winter aber unter Zelten vom weissen gewalkten Filze.— Die Hauptbeschiiftigung des Baski­ren ist Viehzuclit, worin sie sehr erfahrGn sind ; die sie vornehmlich aber nur auf die Pferde richtet. Selbst die gewohnlichen Baskiren haben einer 3() — 50 Pferde, viele haben 500, und die Keichen selbst an 1000 — 2000 (Georgi, Beschreibung all. Nat. I. p. 174) Die Zucht der andern Thiere, wie von llindern, Schaafen, und Ziegen ist unbedeutend. Die Baskiren sind be­kannt als gute lleiter. — Sisind bestiindig zu Pferde, Miinner wie Weiber, selbst die Begriibnisse werden zu Pferde von ilinen abffemacht, und von dem be­stiindi<ren lleiten sollen die meisten Manner auswiirts stehende Knie haben. Ihre kcistlichste ITabe sind gute Pferde und schiines Reitzeug (Georgi I. c.). ir ha­ben so mit bei dem neuern Berichtstattern iiber die­ses Volk ganz dieselbe Beschreibung, welche uns

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