Szakcikk gyűjtemény

J. Pagel: Über die Bedeutung von kompletten Serien aus dem Gebiete der Medizin für die Wisenschaft

4 entgegen, hier sprechen sie selbst zu uns, hier führen sie uns in ihre geistigen Werkstätten und Laboratorien und in die Geheimnisse ihrer Forschungsmethodik ein und hier verfolgen wir ihre Gedanken­arbeit und die oft kunstvoll verschlungenen Pfade, auf denen sie allmählich zu ihren Beobachtungen und Ergebnissen gelangt sind. Hier erst werden sie wirklich unsere Lehrmeister, die Zeit­schriften selbst wandeln sich zu Lehrstätten im besten Wortsinne, und hierin liegt eben die Bedeutung der kompletten Zeit­schriftenserien für die Wissenschaft, daß sie ihre eigent­lichen, hauptsächlichsten und unbedingt zuverlässigsten Geschichtsquellen bilden. Nicht aus den Lehrbüchern der Ge­schichte allein darf und kann sich der Verständige orientieren. Auf sie ist oft kein Verlaß, sie enthalten Unrichtigkeiten, Mängel, sub­jektive Darstellungen, die Tatsachen sind entstellt, getrübt durch die Brille des Geschichtsschreibers, mit einem Wort, die historischen Bücher und Monographien sind sekundäre Quellen von bedingtem Wert. Das echte und lautere Gold der Wissenschaft ist allein aus den primären Quellen der in den Zeitschriften erfolgten Original­mitteilungen zu holen. Als vor einiger Zeit ein lieber Freund, Privatdozent der medizinischen Geschichte an einer ausländischen Universität, der den amtlichen Lehrauftrag für Geschichte der Tier­heilkunde erhalten hatte, bei mir nach dem Vorhandensein von Quellen für diese Disziplin in Gestalt neuerer historischer Sonder- Bearbeitungen sich erkundigte, da konnte ich ihn nur auf die für die genannte Wissenschaft maßgebenden Archive und Zeitschriften verweisen. Ich schrieb ihm ungefähr: Lieber Freund, machen Sie sich selbst so ein Geschichtslehrbuch zurecht, indem Sie die großen Organe der Tierheilkunde aufsuchen und hier den Verlauf der Er­eignisse, das allmähliche Wachsen und Werden der Wissenschaft, ihre Wandlungen in neuerer Zeit, ihre Beziehungen zur Menschen­medizin, die Kämpfe und Arbeiten, die dabei erforderlich, die Männer, die daran beteiligt waren, selbst an der Quelle kennen lernen. Ich glaube, ich habe recht daran getan und besser, als wenn ich ihm die jetzt erst nachträglich mir noch in Erinnerung gekommene schöne, aber veraltete Darstellung des grundgelehrten Heusinger nicht zu nennen unterlassen hätte. Als es sich vor einiger Zeit darum handelte, für den von Schwalbe und mir im Verlage von Spamer herausgegebenen

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