Szakcikk gyűjtemény
J. Pagel: Über die Bedeutung von kompletten Serien aus dem Gebiete der Medizin für die Wisenschaft
5 historischen Medizinalkalender die Daten der einzelnen Entdeckungen und Erfindungen zu ermitteln, da konnten nur die Zeitschriften als die einzige, zuverlässige Quelle für mich in Betracht kommen. Auf grund ihrer Angaben ist es mir einigermaßen möglich gewesen, wenigstens die Zeiten der ersten Veröffentlichungen annähernd zu ermitteln resp. zu bestimmen und somit den ersten Pflichten des Historikers, der chronologischen Treue und Objektivität, zu genügen. Weiter habe ich allerdings nicht gehen können; denn den meisten Autoren ist es aus begreiflichen Gründen selbst unmöglich, ex post den genauen Termin dieses oder jenes glücklichen Fundes festzustellen, da die Forschungsergebnisse nicht der Minerva gleich aus dem Haupt des Jupiter plötzlich dem Gedankenkreise des Forschers entspringen, sondern ihre Entstehung und allmähliche Reifung über längere Zeiträume sich zu erstrecken pflegt. Erst der Zeitpunkt der ersten Publikation darf hierfür als maßgebend gelten, weil hier die Forschung als in gewissem Sinne soweit abgeschlossen erscheinen darf, daß nunmehr dem Autor das Recht und die Pflicht erwächst, mit seinen Resultaten hervorzutreten. Und auf die Feststellung dieser Daten habe ich mich auch in dem genannten kalendarischen Unternehmen beschränkt, und glaube, damit nach Kräften meine Pflicht als Historiker getan zu haben. Ich hätte aber dieser unmöglich in dem Maße, als es geschehen ist, genügen können, wenn mir nicht die betreffenden Zeitschriftenserien zu geböte gestanden hätten. Denn diese allein konnten, wie bereits bemerkt, die zuverlässigsten Anhaltspunkte für die Ermittelung der Daten unmittelbar oder mittelbar gewähren. Aber hierauf allein beschränkt sich die Bedeutung der Zeitschriftenserien für die wissenschaftliche und besonders die geschichtliche Arbeit nicht. Es gibt dafür noch einen andern nicht unwichtigen Gesichtspunkt. Ich meine nicht den, daß wir beim Studium kompletter Zeitschriftenserien alle die Männer und Forscher (jetzt darf man wohl auch schon von Forscherinnen reden) kennen lernen, welche in einer gewissen Periode mehr oder weniger an der Pflege und dem Ausbau eines bestimmten Wissenschaftszweiges resp. an der Lösung der Probleme beteiligt gewesen sind und daran pro virili (oder muliebri) parte mitgearbeitet haben. Dieser Punkt soll nur nebenbei und von mir en passant gestreift werden, obgleich er gewiß vom Gesichtskreis des Historikers aus gar nicht als nebensächlich gelten