Szakcikk gyűjtemény

J. Pagel: Über die Bedeutung von kompletten Serien aus dem Gebiete der Medizin für die Wisenschaft

3 ich darf behaupten: diese ausschließlich. Denn die Lehrbücher der betreffenden Wissenschaft, die selbstverständlich auch in Betracht kommen, geben und können begreiflicherweise nur geben das fertige Wissen in dogmatischer Gestalt. Nur äußerst selten können sie sich darauf einlassen, auch die Wege anzugeben, wie dieses Wissen gewonnen worden ist, weil diese Darstellung im all­gemeinen den Zwecken eines Lehrbuches nicht entspricht. Hier erhalten wir die Speisen nur in mehr oder weniger genußfähigem Zustande fertig vorgesetzt und sind nur in der angenehmen Lage, unseren Geist und das Gedächtnis mit mechanischem Wissen zu nähren, indem wir die Speisen nach Kräften zu verarbeiten suchen. Wie diese bereitet worden sind, welche Ingredienzien sie enthalten und zu ihrer Bereitung erforderlich gewesen sind, darüber erfolgt nur in sehr seltenen Fällen die erforderliche und angemessene Be­lehrung. Dieser Mangel kann uns aber keineswegs gleichgültig lassen. Denn auch darüber müssen wir unbedingt Näheres und Genaueres erfahren, wenn wir selbst in die Lage kommen sollen, Speisen für uns oder für andere zu bereiten. Wollen wir nicht bloße Imitatoren oder Kompilatoren oder mechanische Nach­beter sein, sondern ein wirkliches Verständnis von den Tatsachen besitzen und imstande sein, selbständig zu denken, zu prüfen, zu kritisieren, ob und inwieweit Wahrheit bei den vermeintlichen Neue­rungen vorliegt, so haben wir uns mit den Wegen, mit der Methodik vertraut zu machen, mit Hilfe deren Ergebnisse der Wissenschaft gewonnen werden und gewonnen worden sind. Die Entwicklung eines Dinges kennen, heißt es selbst kennen. Die Kenntnis der Entwickelung einer Wissenschaft, sei es eines Wissenschafts­zweiges oder eines bestimmten Problems, die Kenntnis aller der Fragen und Erörterungen, die sich an die Lösung der jeweiligen Aufgaben geknüpft haben, und alles dessen, was da noch für die weitere Forschung zu ermitteln ist und weiterer Arbeit harrt, mit einem Wort, die Kenntnis der Geschichte eines wissenschaft­lichen Gebietes — und nur durch diese erhält das Gebiet erst das Gepräge der Wissenschaft und Wissenschaftlichkeit — ist allein möglich durch das Studium unserer Zeitschriften. Sie sind die großen Speicher und Vorratskammern, in denen der Nährstoff zur Befriedigung wahren Wissenshungers niedergelegt ist. Hier treten uns unsere Lehrer, Autoren und Meister mit ihren eigenen Worten

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