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J. Pagel: Maimuni als medizinischer Schriftsteller
246 Pa gel, Maimuni als medizinischer Schriftsteller. Hebr. bezw. hebr. transkribirter Text 28 Seiten; deutscher Text 116 Seiten. Es handelt sich also, wie dieser Titel lehrt, um die erstmalige Druckausgabe der beiden handschriftlichen Traktate von Maimonides über den Koitus. Zugleich mit deutscher Einleitung, Übersetzung und erklärenden Zusätzen. Abhandlung 1 erörtert in 19 Kapiteln Wesen und Natur (Physiologie) des Beischlafes, seinen Nutzen und Schaden, die Notwendigkeit für einzelne Individuen, sich seiner zu enthalten, die stimulirenden Mittel (Aphrodisiaca), die Mittel zur Parfümirung des Mundgeruchs, zur Vergrößerung des membrum virile, der Brüste, zur Kräftigung der Erektion, zum Wachstum der Schamhaare, zur Verdeckung der Defloration usw. Die zweite kürzere Abhandlung ist ähnlichen Inhalts. Nach Steinschneider („Jeschu- run“ hrsg. v. J. Kobak, V, Fürth 1864/66 S. 185) ist eine Abhandlung dem Sultan-Herrscher von Hamat, Neffen Saladins, gewidmet, der seit November 1186 regierte und 1191 verstarb. Näheres muß in der Originalausgabe gelesen werden, die vom literarischen Standpunkte aus eine überaus wertvolle Bereicherung unserer Kenntnisse über die medizinische Schriftstellertätigkeit von Maimonides bildet. Im allgemeinen wird durch das Studium von M.s medizinischen Werken, soweit sie zugänglich sind, das Urteil bestätigt, zu welchem seine rabbinischen und philosophischen Arbeiten berechtigen. M. war auch in der Medizin ein fleißiger, fruchtbarer Schriftsteller, ein gründlicher Kenner der Literatur und besonders des mittelalterlichen XVI Nachtrag. Im Selbstverläge des Autors, Herrn Rabbiners Dr. H. Kroner, Oberdorf, Bopfingen, erschien Anfang 1907 ein kostbarer literarischer Beitrag zur Maimonides-Literatur u. d. T.: