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J. Pagel: Maimuni als medizinischer Schriftsteller

Pag el, Maimuni als medizinischer Schriftsteller. 247 Abgotts Galen, aus dem er unter Umgehung seiner Landsleute als aus der Quelle par excellence unmittelbar zu schöpfen suchte, da­bei ein originaler, selbständiger Denker, der zwar im ganzen auf dem Boden der Überlieferung fußt, ihr aber nicht sklavisch sich unterwirft, sondern beflissen ist, sie mit verständiger Kritik zu prüfen, mit den Ergebnissen eigenen Denkens und eigener Erfahrung zu versöhnen, Widersprüche und Zweifelhaftes schonungslos, aber nicht ohne Pietät aufzudecken und soweit als möglich zu erklären oder zu bekämpfen. M. ist Galenist — hierin ganz ein Kind seiner Zeit; von irgendwelcher grundsätzlichen Verleugnung Galenischer Autorität ist auch bei M. nicht die Rede; aber im einzelnen macht er ihr wesentliche und, wie wir gesehen haben, nicht unberechtigte Oppo­sition; besonders erkennt er sie nur für die Medizin im engeren Sinne d. h. für den größeren Teil des Tatsachenmaterials an, während er die philosophischen Deduktionen Galens als unhaltbar, wertlos, keinesfalls als maßgebend ansieht. Diese Kleinarbeit der Kritik gegen den mittelalterlichen Heros ist es vor allem, die M.s schriftstellerischen Leistungen unter den­jenigen der arabischen Medizin eine mehr als gewöhnliche Stellung für alle Zeiten sichert. XVII

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