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J. Pagel: Maimuni als medizinischer Schriftsteller

236 Pagel, Maimuni als medizinischer Schriftsteller. auch M. darum keineswegs an, die Autorität des Galen in der Medizin irgendwie an­tasten oder beeinträchtigen zu wollen, aber auch, wie M. limitirend hinzufügt, nur in der Medizin nicht. In der Philosophie und in anderen Wissenschaften kann M. dem Galen keine besondere Autorität einräumen1). — Galen, sagt M., nimmt nach seiner Schrift über die Pulse für die Pulsveränderung drei ursächliche Faktoren in An­spruch, während er in seiner Schrift über Hygiene von 4 Ursachen der Pulsverände­rung spricht1 2). In seinen Büchern über die Temperamente behauptet er, daß die Eigenwärme bei Knaben und Jünglingen gleich sei, im 1. Buch der hygienischen Schriften sagt er dagegen, daß natürliche Wärme (und Feuchtigkeitsgrad) im Laufe des Wachstums abnehme; demnach könnte diese sich doch nicht bei Jünglingen so verhalten wie bei Knaben3). An einer anderen Stelle sagt Galen, daß ein Umschwung zum Warmen oder Kalten leicht zu beseitigen sei, schwerer dagegen ein solcher zur Feuchtigkeit oder Trockenheit. Von dieser These wird an einer anderen Stelle der­selben Schrift das gerade Gegenteil behauptet4). In der Schrift über die Nahrungs­mittel erklärt Galen die Kamelsmilch und an einer anderen Stelle wieder die Esels­milch für die beste aller Milcharten5 6). Derselbe Widerspruch zeigt sich betreffs des Schweinefleisches, daß einmal als eine gute Fleischsorte gelobt, ein andermal als grobes Fleisch getadelt wird3). Weitere Widersprüche beziehen sich auf die Ursache der Epilepsie, die das eine Mal mit einer schlechten Verfassung des Hirns in Zusam­menhang gebracht, während diese ein andermal in Abrede gestellt wird7). Ferner bespricht Galen die drei Bestandteile der Milch: den Wassergehalt, den Fettgehalt und den käsigen Bestandteil. In der Schrift „de chymo“8) behauptet nun Galen, daß in der Kuhmilch die Butter überwiegt; nach einer Bemerkung dagegen in der Schrift „de consilio subtili“9) bildet der Käse den Hauptbestandteil der Kuhmilch. — Weiter be­1) „Et hoc non est dubium scientibus veritatem: et sicut scivit scientiam medi­cine credidit scire alias scientias philosophicas omnes, in quibus parvus fuit ........... S ed Galieni cum medica scientia sua in omnibus que loquitur extra medi­cinam etc............ 2) Vgl. Kühnsche Ausgabe — in folgendem ganz nach der üblichen Weise durch K. bezeichnet — VI, 149 u. IX, 209. Die meisten der hier angeführten Stellen konnten mit dem Original identifizirt werden. 3) K. I, 594; VI, 14 ff. — Der Hinweis auf die Widersprüche schließt in der lateinischen Ausgabe regelmäßig entweder mit den Worten: „Debet hoc inspici“ oder „inspicienda sunt illa verba“. 4) K. X, 470 u. 508 {9-epanevuxij {it9oóo<; 1. VII cap. 5 u. cap. 9). 5) K. VI, 682 u. 766. 6) K. VI, 661, 663; vgl. ferner K. 759, 761. 7) K. VII, 201; VIII, 173. 8) ne pl evyvpiiaq K. VI, 766. 9) Es ist die Schrift de victu attenuante gemeint, die in der Kühnschen Ausgabe fehlt und erst 1898 von Kalbfleisch im griechischen Urtext der Öffentlichkeit übergeben worden ist, während eine lateinische Übersetzung in der Galenausgabe von Chartier existirt. Vgl. ed. Kalbfleisch, Leipzig 1898, p. 36 § 117 und die deutsche Ausgabe von Frieboes und Kobert, Breslau 1903, p. 36 § 117. VI

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