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J. Pagel: Maimuni als medizinischer Schriftsteller

Pag el, Maimuni als medizinischer Schriftsteller. 237 merkt Galen im 10. Buch seiner Schrift über die einfachen Arzneistoffe, daß die Molke eine reinigende und „auswaschende“ Wirkung besitzt; sie spült den Leib aus, be­seitigt die fauligen Überschußstoffe, und zwar tritt die Wirkung ohne Gefühl von Kneifen ein, im Gegenteil usw. !). Im 3. Buch über die Speisen 1 2) will Galen dagegen die Abführwirkung der Molke von einer gewissen Schärfe derselben ableiten. Weitere Widersprüche, an welche M. die kritische Sonde legt, betreffen Behauptungen Galens über Blase und Gebärmutter, Organe, die aus zwei Geweben und nach einer anderen Angabe aus einem Gewebe bestehen3), ferner über das Wesen des Fiebers4), die Qualität des Cortex citri — sie ist nach „de cibis“5) warm (und scharf), nach 1. VIII der „einfachen Arzneistoffe“6) fast gemäßigt, die Verästelung der Hautnerven7), die Säftemischung8), die Temperatur des Frühlings9), die Semiologie resp. Prognose des Pulses, dessen Ungleichmäßigkeit und Ungleichheit (inaequalitas et imparitas) bald keinen Schluß auf die Schwere der Affektion zulassen, bald dagegen einen schweren Grad der Erkrankung beweisen soll, über die Stadien der Epilepsie, bei der nach der Schrift über die Stadien der Krankheit10 11) Initialstadium und Akme wie bei der Apo­plexie fast coincidiren, während nach Buch I der Abhandlung über die Krisis11) die Epilepsie ein langes Anfangsstadium haben soll (M. entscheidet sich natürlich für die erstere Ansicht), ferner über die Wirkungen des Quecksilbers 12), des Aderlasses 13), der Urtica14), die Ursache der Hemikranie15), die Therapie der Haemoptysis, bei der strenge Ruhe des Körpers geboten, anderweitig16) aber auch mäßige Bewegung der unteren Extremitäten gestattet wird, die Qualität des Psilium 17), die Qualität der Milz­verdauung im Verhältnis zu derjenigen der Leber18) usw. usw. — Den Schluß dieser 1) K. XI, 266. 2) K. VI, 683. 3) K- II, 14, 32; III, 386. 4) VI, 851. 5) VI, 618. 6) XII, 77. 7) IV, 270. 8) Diese angeblich in „de morbo et accidenti“ d. h. = de causis symptomatum vorhandene Stelle vermochte ich nicht zu ermitteln. 9) XV, 83 und Chart. VI; der Hinweis auf einen Galenischen Kommentar der Hippokratischen Schrift tcsqI ásQCOV X. X. war von mir nicht auf seine Richtigkeit zu prüfen, da dieser Kommentar nur in der mir nicht zugänglichen Chartierschen Galen­ausgabe abgedruckt ist. 10) VII, 451. 11) IX, 561. * 12) XI, 688; XII, 237. 13) X, 736. 14) XI, 817. 15) VIII, 206; XI, 260. 16) V° ingenii X, 341. 17) XI, 740; XII, 158. 18) X, 916; III, 319. VII

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