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J. Pagel: Maimuni als medizinischer Schriftsteller

Pagel, Maimuni als medizinischer Schriftsteller. 235 Lebensaufgabe hätte ausfüllen können. Anregend ist ganz beson­ders der letzte Abschnitt des Werks, auf den ausführlicher ein­gegangen werden muß. Ohne Übertreibung darf man sagen: ein besseres, zugleich kritisches Repertorium und Repetitorium des Galen wäre für den Praktiker des 13—14. Jahrh. gar nicht denkbar. Die nachfolgende kurze Inhaltsangabe des Werks möge das bestätigen. Die Aphorismen zerfallen in 25 Kapitel (Particulae). Kapp. 1—3 betreffen Ana­tomie, Physiologie, allgemeine Pathologie (Qualitäten — Säftelehre — Humoralbiolo­gie — Pathologie — ärztliche Methodik); Kapp. 4—6 enthalten eine allgemeine und spezielle Zeichenlehre (Semiotik besonders des Pulses und Urins); Kap. 7 lehrt die spezielle Ätiologie; Kap. 8 die allgemeine, Kap. 9 die spezielle Therapie; Kap. 10 ist der Kern der Galenischen Fieberlehre, zu der als Ergänzung die Lehre von den Sta­dien der Krankheit und den Krisen in Kap. Ii hinzutritt, während von Kap. 12 ab wieder die praktischen Gesichtspunkte im Vordergrund stehen, indem hier vom Aderlaß und anderen Blutentziehungsmethoden, von Abführkuren (Kap. 13) und von Brech­mitteln (Kap. 14) die Rede ist. Ein ansprechendes Kompendium der Chirurgie für den Praktiker ist in Kap. 15, ein solches der Gynäkologie in Kap. 16 und der Hygiene in Kap. 17 zusammengestellt. Es folgen in Kap. 18 eine Abhandlung über Gymnastik und körperliche Übungen, Reibungen usw., eine Bäderlehre (in Kap. 19), dann die Diätetik im engeren Sinne (cibi et potus in Kap'. 20), eine spezielle Arzneimittellehre (Kapp. 21—22), in Kap. 23 eine spezielle Erläuterung über manche von den Ärzten mißverstandene Krankheitsnamen und Begriffe bei Galen, in Kap. 24 eine Zusammen­stellung interessanter und seltener Fälle (nach den Mitteilungen bei Galen „aphorismi dependentes a miraculis repertis in medicinalibus libris“), endlich im letzten Kapitel, das sich, wie oben bemerkt, ganz in originalen Bahnen bewegt, eine energische und zielbewußte Kritik verschiedener Behauptungen des Galen. Es werden bei ihm an mehr als 40 Stellen ganz merkwürdige und frappirende Widersprüche festgelegt. Einige der wichtigeren und auffallenderen mögen im folgenden gekennzeichnet werden. Zu­nächst weist M. ganz allgemein darauf hin, daß vor ihm bereits Razes, Avenzoar, AU Rodoam den Galen zu kritisiren versucht hätten, indessen die Angriffe dieser Männer hätten sich auf Ansichten Galens erstreckt, die außer jedem Zusammenhang mit der Medizin ständen, während seine, M.s, Kritik durchaus andere Zwecke verfolge und lediglich medizinischen Fragen gelten solle und werde1 2). Selbstverständlich maßt sich 1) Dieser Abschnitt ist in der bekannten Venediger Sammlung „Collectio de balneis“, Venet. 1553, wörtsich abgedruckt. 2) „Ego vero non me intromittam de aliquo predictorum nec dicam aliquid super ea quae assignaverunt in ipsorum solutione in quibus amiserunt tempus absque utilitate aliqua: imo amiserunt illud in malo sequentes multotiens aerem et omnes sequentes aerem sequuntur malum verum: sed recordabor dubiorum ipsorum dependentium a medicinali arte: cujus artis galienus pontifex fuit et dux. Et non est necesse sequi dictum ejus nisi in arte medicine et non in alia .... Et ad utilitatem status communis conjungam ipsa verba dubia binatim binatim, ut inspiciens cum in eis inspexerit, videat locum dubii et veritatem ejus .... V

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