Szakcikk gyűjtemény
Dr. Georg B. Gruber: Ueber Wesen und Wertschätzung der Medizin zu allen Zeiten
60 denn er könne der Welt helfen, nützen, seine Frau hätte das niemals gekonnt (nach Baas). Trotz dieser Beliebtheit gelang es einem schmutzigen Kollegen, Hoffmann zu stürzen, worauf er sofort in Halle eine Professur bekam, wo man den tüchtigen Mann recht einschätzte. Das Leben all dieser Männer überschritt die Wende vom 17. auf das 18. Jahrhundert, das als Grenzraum für die neue und die neueste Zeit in der Medizingeschichte gelten kann. Ein bestimmtes Jahr als Wendepunkt hiefür anzusprechen, dürfte kaum möglich sein, wenn wir gleich hörten, man könne die neueste Periode mit dem Siegeszug des Mikroskopes beginnen lassen; allein dieser Siegeszug war ein langer, der nicht ohne Weiterungen ablaufen konnte. Soll man ihn mit Malpighi, dem Entdecker der Blutzirkulation im Froschgekröse, beginnen lassen, oder mit Leeuwenhoek, dem Delfter Rathauskastellan, der als erster Beobachter und Abbilder der lebenden Spermatozyten berühmt geworden, der ausserdem in den verschiedensten Geweben der Tiere kleine »Klösschen« wahrgenommen, wie er viel richtiger als die späteren Forscher Schwann und Schleiden die Zellen benannte? Oder soll die neueste Zeit beginnen mit der Umwälzung, welche eben Schwann und Schleiden durch ihre Entdeckung in der Naturwissenschaft und Medizin veranlassten. Man darf sich wohl der Ueber- legung entschlagen und kurzweg vom 18. Jahrhundert als einer grossen Zeit des Ueberganges reden, eines Ueberganges, der sich selbst noch in das 19. Jahrhundert erstreckt. Was hat diese Zeit doch alles geleistet 1 Sie schenkte uns einen Albrecht v. Haller. Vollständig zwecklos wäre es, hiesse Eulen nach Athen tragen, wollte ich seine grosse bleibende Bedeutung schildern, zumal erst kürzlich als dem erfüllten Bizentennium seines Geburtstages alle Zeitschriften seiner rühmend gedachten. Doch mag es erlaubt sein, hier einen gelungenen Satz Hyrtls zu erwähnen, der auf Haller sowohl, als auf Hyrtls physiologische