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Oscar Beschorner: Die Laryngoskopie ein Vierteljahrhundert Eigentum der praktischen Medizin

15 schlossen, die wol geeignet waren, unsere diesbezüglichen Kennt­nisse in hervorragendster Weise zu erweitern — indessen und zweifellos nur erst der Kehlkopfspiegel vermochte das Dunkel, welches bis dahin und durch Jahrtausende hindurch den Kehl­kopf des Lebenden erfüllt hatte, zu lichten und dem in diesen blickenden Auge eine Fülle überraschender Thatsachen zu enthüllen, welche allein geeignet waren der Physiologie, Pathologie und Therapie eine positive Unterlage zu gewähren, die in Gemeinschaft mit den bereits feststehenden pathologisch-anatomischen Errungen­schaften berufen sein sollte, eine Reform der ganzen Lehre herbei­zuführen. Sehen wir, als dem uns heute gesteckten Ziele zu entfernt liegend, ab von' den neuen Anschauungen, welche durch die neue Lehre auf physiologischem Gebiete gewonnen wurden und welche z. B. eine genaue Kenntnis von der Stimmbildung, der Eegulirung des Atems durch die Bewegungen der Stimmbänder, die Theorie des Hustens, den Hauptsitz der Hustenerregbarkeit erschloss, so verdanken wir es ihr allein, dass die Krankheiten des Kehlkopfes zu den am besten erforschten und am sichersten, oft bis in die kleinsten Details zu diagnostizierenden gehören und sind hierbei in erster Linie zu rennen: der akute und chronische Katarrh, die Geschwürsprozesse im Kehlkopfe, die Kehlkopfstenosen, die Geschwulstbildungen und Heurosen — mehr noch, so gelangten wir nicht selten zu der Möglichkeit, durch einen Blick in den Larynx Aufschluss über schwere Affektionen eines entfernter liegenden Organes oder des gesamten Organismus zu erhalten. Es sei in letzter Beziehung auf die oft genug allein durch das Laryngoskop ermöglichte Diagnose cei’ebraler und intrathoracischer Erkrankungen, z. B. des Aneurysma arcus aortae, des Osophagus- Carcinoms, der konstitutionellen Syphilis, der beginnenden Phthise, der Tuberkulose überhaupt hingewiesen, die der Gegenstand so vieler tiefgehender Controversen ist, deren Entwickelung im Kehl­kopfe aber uns nunmehr in allen ihren einzelnen Phasen mit dem Auge zu verfolgen die Möglichkeit geboten ist. Mannigfach ist die durch das Laryngoskop angebahnte Ent­wickelung der Kehlkopflehre mit den Fortschritten der Ophthal­mologie seit Einführung des Augenspiegels als gleichwertig erachtet worden, doch möchte ich meinen, dass auch da die Förderung von Diagnostik und Therapie durch diesen keine so plötzliche, so eminente gewesen ist, wie hier, zudem und überhaupt aber bei der Ophthalmoskopie die Unmittelbarkeit des uns zugeführten Krankheitsbildes und somit die Möglichkeit der Er­kenntnis der Krankheit selbst meist keine so absolute und evi­dente, die Füglichkeit eines therapeutischen Handelns, insbesondere der lokalen Applikation von Medikamenten, des operativen Ein­greifens vielfach keine so präzise und direkte, wie bei der Laryngoskopie genannt werden kann. I .

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