Szakcikk gyűjtemény
Oscar Beschorner: Die Laryngoskopie ein Vierteljahrhundert Eigentum der praktischen Medizin
14 seiner Abhandlung: De oratore (III, 132) den Crassus aus Anlass der Frage nach der Teilung der Wissenschaften ironisch fragen lässt: „Meinst du, dass es zur Zeit des Koérs Hippo- krates Ärzte gegeben hat, die nur innerliche Krankheiten, andere, die nur Wunden, und andere, die nur Augenleiden geheilt haben?“ so muss man vom heutigen Standpunkte aus sagen, und es ist dies von Yolz mit Recht betont worden: „Jetzt ist es anders, die Medizin ist thatsächlich, ist objektiv und nachdem sie einheitlicher geworden und alle früher getrennten Glieder in sich aufgenommen und mit ihrem Wissen durchdrungen, ist sie zu solchem Umfange gewachsen, dass der Einzelne sie nicht mehr in allen ihren Teilen mit gleicher Vollkommenheit studieren und ausüben kann; er kultiviert einzelne Teile und während die Wissenschaft eine einheitliche bleibt, scheidet sich der Beruf nach ihren Zweigen.“ Und solchergestalt kann der Lehre von den Kehlkopfkrankheiten die Berechtigung eines Spezialzweiges der Medizin gewiss nicht abgesprochen werden. Als ihr eigentliches Geburtsjahr muss gewissermassen das Jahr 1858 bezeichnet werden, das Jahr, in welchem der Kehlkopfspiegel in die ärztliche Praxis durch Czermak eingeführt wurde. Denn wirft man einen Blick auf die Geschichte der Kehlkopf- kranklieiten, so findet man allerdings wol, dass dieselben seit der ältesten Zeit und seit man überhaupt anfing Krankheiten zu beobachten und zu beschreiben des gleichen gewürdigt worden sind, denn bereits Hippokrates, Asklepiades, Galenus, Aurelianus, Aretäus, Antyllus, Celsus, wie die berühmten arabischen Ärzte Muhammed Ebu Seiharjah Abu Behr Arrasi, Albucasis, Avenzoars, dann im dreizehnten Jahrhundert Roland aus Parma (Professor zu Bologna) und noch später Fabriz von Hilden, F. v. Aquapendente, Ambros Paräus, haben sich eingehend mit ihrer Erforschung beschäftigt — man findet auch wol ferner, dass die Kehlkopfkrankheiten von dem Anfänge des achtzehnten Jahrhunderts an, bei dem neuer wachten Eifer für die pathologisch-anatomischen Untersuchungen in Bonnet und Joh. Bapt. Morgagni, Boerhave und van Swieten eifrige und gewissenhafte Erforscher gewannen und dass von der Mitte des achtzehnten Jahrhunderts an sorgfältigste Mitteilungen und eingehendste Beobachtungen durch Louis, Recolin, de la Martiniére, Petit, Cayal, Sauvée, Delpech, Bayle, Lisfranc, Robillier, Boillaud und Lännec vorliegen, denen sich bei mehr und mehr anwachsendem Interesse für Physiologie und Pathologie des Kehlkopfes die ausgezeichneten Arbeiten von Joh. Müller und Henle auf physiologischem und vergleichend anatomischem Gebiete, die von Cruveilher, Rokitansky, Rheiner auf pathologisch - anatomischem, sowie von Farre und Baillie, Home, Cheyne, Jurine, Royer-Collard, Albers, Ryland, Trousseau und Belloc auf pathologischem und therapeutischem Gebiete an