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Oscar Beschorner: Die Laryngoskopie ein Vierteljahrhundert Eigentum der praktischen Medizin

11 winden und ist unzweifelhaft derjenige, welcher zuerst den ganzen Kehlkopf am Lebenden dem Auge erschloss; da er sich jedoch, gleich den meisten seiner Vorgänger, des Sonnenlichtes bediente, musste er seine Untersuchungen während des nächstfolgenden Winters wieder einstellen. Zu dieser Zeit nun war es, wo Czermak, Professor der Physiologie, damals in Krakau, aber bereits für Pest designiert und vorübergehend in Wien aufhältlich, und zwar von November 1857 an die von Türck vorläufig sistierten Versuche mit von diesem entlehnten Spiegeln aufnahm, die Garcia’schen Versuche und zwar mit künstlicher Beleuchtung, die, wie wir sahen, vor ihm wenig oder nur in unvollkommener Weise verwendet worden war, fortsetzte, so dass nunmehr die ganze Explorations - Methode von Jahres zeit, Witterung und Lokalität unabhängig wurde. Er realisierte auch in vollkommenster Weise die von Avery zuerst gehegte Idee, mittelst des Eüte'sclien Augenspiegels die Lichtstrahlen konzentriert in den Kehlkopf zu werfen und Kehlkopfspiegel verschiedener Grösse zu konstruieren. Wenn demnach Garcia als der Erfinder bezw. Neuerfinder des Laryngoskopes, Türk der Begründer des Laryngoskop!erens genannt werden muss, so konnte doch Czermak, wie noch aus dem Ferneren hervorgeht, -unbestritten den Ruhm für sich in Anspruch nehmen, diese Kunst in die ärztliche Wissenschaft eingeführt und ihr dienstbar gemacht zu haben, so dass er mit berechtigtem Stolze sagen durfte: „Das Kehlkopf- spiegelchen war eine spröde Braut, von vielen gekannt und umworben, ich aber habe sie heimgeführt.'4 Zur Vervollständigung der Geschichte des Laryngoskopes und um die Chronologie nicht zu unterbrechen, sei an dieser Stelle erwähnt, dass zu derselben Zeit und zwar im Januar 1858 Dr. Cutter, damals in Woburn, Mass., im Vereine mit einem berühmten Cambridger Optiker, Namens G. B. Clark, ein, dem Bozzinischen ähnliches Laryngoskop, das aus zwei Böhren, der einen zur Beobachtung, der anderen zur Beleuchtung, bestand und an seinem ovalen Ende mit einem Prisma zur Abwärtslenkung der Lichtstrahlen in den Kehlkopf versehen war, konstruierte. Ob damit erspriessliche Besultate erzielt wurden, ist aus dem hierauf bezüglichen Briefwechsel (-0) nicht zu ersehen, da indessen das ziemlich komplizierte Cutter - Clark’sche Laryngoskop erst im Januar 1859 fertiggestellt wurde, ist wol anzunehmen, dass man nach Bekanntwerden des einfacheren Czermak’schen auf dieses rekurrierte. Zurückkehrend zu Czermaks Erfindung, so veröffentlichte dieser, wie bereits oben erwähnt , unter dem 27. März 1858 in der „Wiener Med. Wochensclir.“ t21) jene erste Mitteilung und i

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