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Oscar Beschorner: Die Laryngoskopie ein Vierteljahrhundert Eigentum der praktischen Medizin

12 dieser folgte einen Monat später eine höchst bedeutende Schrift, die er der Wiener Akademie der Wissenschaften darbrachte. Türck hinwieder erklärte jener Mitteilung gegenüber in der Sitzung der Gesellschaft Wiener Ärzte vom 9. April 1858 (22, 23), „dass er weit entfernt sei, allzu sanguinische Hoff­nungen von den Leistungen des Kehlkopfrachenspiegels in der Praxis zu hegen,“ suchte indess hier, sowie in einer grossen Anzahl späterer Artikel seine Priorität der Anwendung des Kehlkopfspiegels zu diagnostischen Zwecken zu wahren. Es entspann sich über diese sowol, wie über Methode, praktischen Wert und Ergebnisse der laryngoskopisehen Unter- suchungsweise jener bekannte, höchst erbitterte Streit, von Czer- mak scherzweise der Türck -en- Krieg genannt, dem endlich die Pariser Académie de Science dadurch Einhalt zu machen suchte, dass sie beiden Männern gleiche Preise zuerkannte. So viel scheint mir indessen nach authentischen Quellen festzustehen, dass, wie schon obige Worte kennzeichnen, Türck erst durch Czermak über die ungemein hohe Bedeutung und Tragweite des Kehlkopfspiegels, insbesondere im Interesse der praktischen Medizin, aufgeklärt wurde und muss daher, um es noch einmal hervorzuheben, mit Hinzurechnung dessen, was Czermak für Vereinfachung der Untersuchungs-Methode gethan, für die Möglichkeit ihrer Vornahme zu jeder Tages- und Jahreszeit, an beliebigem Orte, kurz da­durch, dass er ein, jedem Arzte leicht handliches Laryngoskop schuf, wie es heute noch in fast unveränderter Gestalt benutzt wird, der Name Czermak als der weitaus bedeutungsvollste für die Geschichte der Laryngo­skopie zu gelten hat, um so mehr, als er auch der erste ist, der, und zwar im Jahre 1859, eine Monographie erscheinen hess, welche jene vollständige, noch heute giltige Anleitung zum Ge­brauche des Kehlkopfspiegels, sow ie zur Behandlung von Kehlkopf­krankheiten enthielt und wol mit Hecht durfte er in seiner Vor­rede zu derselben an die Worte Lochers*) als auch auf sich bezüglich erinnern, nämlich: „dass wir nicht denjenigen als Er­finder im wahren und schönen Sinne des Wortes betrachten, welcher eine neue Idee zuerst fasst und teilweise ausführt, allein dieselbe ohne Ahnung von ihrer Tragweite auf sich beruhen lässt, sondern vielmehr denjenigen, welcher einer neuen Idee, mag solche ursprünglich vielleicht bereits anderweit ausgesprochen worden sein, zur Geltung, zur allgemeinen Anerkennung und zur eingreifenden praktischen Verwertung verhilft.“ Und dies that Czermak noch ferner und in der weitgehend­sten Weise. *) Die Erkenntnis der Lungenkrankheiten vermittelst Perkussion und Auskultation. Zürich 1853, pag. 52.

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