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Prof. C. Binz: Die Einschleppung der Syphilis in Europa

Die Einschleppung der Syphilis in Europa.1) Sie alle haben gelesen von den Festlichkeiten .jeder Art, die diesseit und jenseit des Oceans gefeiert wurden zur Ehre des 400jährigen Jubiläums der Entdeckung Amerikas. Auch die Heil­kunde darf daran Antheil nehmen, denn manches Gute ist ihr von dort gekommen; ich brauche nur an die für weite Strecken der Erde ganz unersetzliche Chinarinde und aus neuerer Zeit an die Entdeckung der chirurgischen Narkose durch den Aether zu er­innern. Aber wie immer und überall der Weizen des Guten durch­wuchert wird von dem Unkraut des Bösen, so auch hier. Eine grosse, abscheuliche und lebensgefährliche Ansteckungskrankheit soll von dort aus Europa befallen haben, und es sollen gerade die vielgepriesenen Schiffe der ersten Ausfahrt des Columbus gewesen sein, die zum ersten male die Träger des Giftes waren. Ich meine die constitutionelle Syphilis. So sagen die einen. Die anderen — und das ist heute die grosse Mehrheit — sagen, die Syphilis sei in Europa so alt wie die Geschichte reiche, sie sei immer dagewesen. Die Behauptung, Europa habe sie vor der Entdeckung Amerikas nicht gekannt, sei ein arger geschichtlicher Irrthum, der durch zahlreiche Berichte der früheren Litteratur widerlegt werde. Wie weit nun auch be­treffs der Frage des Ursprunges für Europa die Ansichten aus­einander gehen, darin sind die beiden Parteien einig, dass die Lues venerea 1495 zum ersten male als aufsehenerregende Epidemie er­schien, und zwar in Neapel und seiner Umgebung, und dass sie von hieraus weiterschreitend als eine neue Pest die ganze alte Welt durchzog. 0 Vortrag, gehalten in der Versammlung des Vereins der Aerzte des Regierungsbezirkes Köln.

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