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Fritz Raab: Leonardo da Vinci als Naturforscher
33 zu schmücken und bald darauf finden wir den Meister im Wettstreit mit Michel Angela an dem berühmten Carton zur Anghiari- Schlacht arbeiten, welcher im Jahre 1507 vollendet wurde. Nach der Einnahme von Genua erbat sich Ludwig XII. von Frankreich den gefeierten Künstler nach Mailand. Ludovico Moro, welcher die Invasion der Franzosen selbst herbeigerufen, siel ihr zum Opfer und starb nach langsähriger Gefangenschaft im französischen Kerker. Der Wunsch des siegreichen Königs galt der Signorie als Befehl, und obwohl die Ausführung seines Gemäldes in Florenz ausbedungen war, ließ man den Meister nach Mailand ziehen, wo er im Dienste des Franzosenkönigs und in der Freundschaft mit besten allmächtigem Minister George Amboise vier glückliche, künstlerischer und wissenschaftlicher Arbeit geweihte Jahre (1507 — 1511) zubrachte. Aus dieser Zeit stammen die Portraits von Trivulcio und George Amboise, der heilige Johannes im Louvre, die Herodias und die colostale Madonna in Baprio, dem Landgut seines Feundes Melzi, wohin er sich zeitweilig aus dem geräuschvollen Leben der Stadt zurück zog. Nach dem Abgang des George Amboise zerstob der trauliche Kreis von Gelehrten und Künstlern, den der feinsinnige Franzose um sich zu versammeln gewußt und Leonardo ging im November 1511 mit den beiden Melzi, Salai, Lorenzo und Fanfoja nach Rom, wo er für Balthasar Turini eine Madonna und einen Amor malte, hauptsächlich aber mit Flugmaschinen sich beschäftigte. Zwistigkeiten mit Michel Angela trieben ihn von Rom fort und beim Einzug Franz I. in Mailand nach der Schlacht von Marignan treffen wir ihn an der Seite des Franzosenkönigs. Leonardo begleitete den König auf dessen Siegeszuge nach Pavia, wo er wieder prächtige Feste inscenirte, und nach Bologna. Endlich folgte der Meister bereits hoch in Jahren der Einladung Franz I. nach Frankreich. Bon Baprio aus unternahm der greise Künstler im Herbst des Jahres 1516 mit seinen XV. 350. 3 (511) i