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Fritz Raab: Leonardo da Vinci als Naturforscher

25 auszutrocknen, und die durch Ueberschwemmung ihres Erdreichs beraubten Landftrecken mit fruchtbarem Humus zu bedecken. Ferner erläutert er die beste Form eines Canals mit Rücksicht auf die zu und abfließenden Wassermassen und deren Wirkung auf den Grund und die Wände des Canals, indem er zeigt, wie durch die Form des Bettes und die Richtung der Strö­mung Wirbel, Unterwaschungen und Versandungen bedingt werden. Den Schluß bilden ausführliche Anweisungen über die künstliche Bewässerung trockener Landstriche, Berechnungen über die Waflermengen, die ein Canal je nach der Höhe seines Wasserstandes, je nach der Stromgeschwindizkeit, je nach Ge­stalt, Neigung und Größe der einzelnen Ausflußösfnungen in einer gewissen Zeit abzeben kann und andere die zweckmäßige Vertheilung des Wassers betreffende Angaben. Diese Fülle von Erfahrungen sammelte der Meister haupt­sächlich beim Bau des Canals von Martesana. Wie erwähnt, beabsichtigte Leonardo noch während seines Aufenthalts in Florenz den wegen seiner Stromschnellen unfahrbaren Arno schiffbar zu machen, und den reißenden Strom durch die Sümpfe des Val d'Arno ans Meer zuführen. Mit diesem Canalbau ver­band er die Absicht, die in Folge von Geröll Anschwemmungen unfruchtbaren Ebenen von Prato und Pistoja durch Zuführung von vegetabilischem Schlamm, den er zu diesem Zweck in eigenen Reservoirs aussammeln wollte, dem Ackerbau wieder zu ge­winnen. Nach Plinius sollen schon die Etrusker den vege­tabilischen Schlamm der Flüsse zur Urbarmachung unfruchtbarer Landstriche verwendet haben und in toskanischen Urkunden aus dem 12. Jahrhundert geschieht eines solchen Verfahrens Er­wähnung^^). Leonardo war aber unzweifelhaft der erste, der dasselbe nach wissenschaftlichen Grundsätzen beschrieb. Von diesem Projekt befindet sich ein Entwurf in Paris und Viviani ein Schüler Galilei's, welcher 200 Jahre später die Verbindung zwischen Florenz und Pisa herstellte, wich nicht zu seinem Vor­(503) 1 i

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