Szakcikk gyűjtemény
Fritz Raab: Leonardo da Vinci als Naturforscher
26 theile von ben ursprünglichen Angaben Leonardo's ab. Leider war es Leonardo nicht gegönnt, dieses großartige Werk in seinem Vaterlande auszuführen. Ludovico Moro mußte das technische Genie Leonardo's besser auszunutzen und ertheilte ihm den ehrenvollen Auftrag, die ungeberdige Adda in ihre felsigen Ufer zu bannen und ihre tobenden Wasser bis an die Mauern von Mailand zu leiten. Nachdem sich der Meister in der idyllischen Stille von Vaverola durch das Studium älterer Canalbauten genügend vorbereitet, ging er rüstig an das schwere Werk und vollendete im Jahre 1497 glücklich die schwierige Strecke des Martesana-Kanals von Brivio nach Trezzo. Den durch diese Wasserbauten ermöglichten Berieselungen verdankt Mailand nicht zum geringsten Theil die Fruchtbarkeit und den grünen Schmuck seiner Gefilde, und Leonardo's Wirken wurde dem Lande, das ihm gastliche Aufnahme geboten, nicht nur eilte Quelle unvergänglichen Ruhmes, sondern auch materiellen Wohlstandes. Beim Ausheben der Erde während seiner Canalbauten beobachtete Leonardo die verschiedenen Schichtungen des Erdreichs und die Funde von versteinerten Muscheln und Pflanzen regten ihn zu geologischen Studien an, deren Resultate er in weitblickenden Theorien über den Ausbau der Erde zusammenfaßte. In Betreff der am westlichen Abhang der Apeniuen und in den Südalpen zahlreich vorkommenden Versteinerungen herrschten damals die irrigsten Meinungen. Hielt es doch Scilla noch im Jahre 1670 für nothwendig, gegen die Ansicht aufzutreten, die Fossilien entständen durch den wunderbaren Einfluß der Sterne"). Leonardo aber erkannte vor Fracastoro (1517) Bernhard Pallissy (1563) und Nil Stenson (1669), daß die Petresacten keine miraculae naturae, sondern Ueberreste und Zeugen längst entschwundener Schöpfungsalter seien, und die Conchylien nennt er sogar „wie im Vorgefühl einer philosophi(504)