Eisenmann dr.: Die Kindbettfieber (Erlangen, 1834)

Erste Abtheilung. Allgemeine Betrachtung über die Kindbettfieber

27 rum, die Enteropyra Dententium, die so häufig in Magen - Erweichung übergeht, das Schleimfieber (Duodenopyra), das Nervenfieber (Ileopyra), das miasmatische Kindbettfieber (Enteropyra puerpera­rum, Puerperopyra), die miasmatische Ruhr (Colo- nopyra), und die epidemische Cholera. a) Die Typhen. Den Pyren gegenüber ste­hen die Typhen. Man hat unter Typhus gewöhnlich die adynamische Fieberform verstanden, gleichviel, bey welcher Krankheit sie vorkommt, ich verstehe einen specifischen Krankheitsprozefs darunter, der sich auf folgende Art charakterisirt. Das Krank­heitsprinzip dürfte vielleicht ein Hydro-Azot-Carbo- nür seyn. Blut und Gefäfsnerven werden auch hier durch krankhafte Verstimmung zu Krankheitsfac- toren. Der Krankheitsprozefs geht auf einer natür­lichen oder künstlichen Schleimhaut (Wunden) vor sich, es scheint aber mehr das Bildgewebe der Schleimhaut der Krankheitssitz zu seyn. Die Exan­them-Bildung scheint vom Unter-Schleimhaut-Bild- Gewebe auszugehen. Auch hier findet Neigung zu Exsudaten statt, und das Exsudat gerinnt ebenfalls häufig in einen festen und serösen Theil. Der feste Theil hat so ziemlich dieselben Bestandtheile wie bey den Pyren, der seröse dagegen enthält auch Chlor - Natrium, phosphorsaure Kalkerde und Ey- stoff, und das seiner Zusammensetzung wie seiner chemischen Eigenschaft nach noch wenig gekannte Contagium. Der typhöse Prozefs neigt sehr zur Gangraene, scheint aber auch eine Art gallertarti­ger Erweichung zu veranlassen, wie wir dieses

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