Külügyi Szemle - A Teleki László Intézet Külpolitikai Tanulmányok Központja folyóirata - 2005 (4. évfolyam)

2005 / 3-4. szám - DIPLOMÁCIATÖRTÉNET - Himmler Tamás: A lengyel külpolitika útjai az 1930-as években

Résumé nodi mehr in den Vordergrund gerückt wurden. Infolge der so entstandenen Situation gerieten die neu entstandenen mitteleuropäischen Kleinstaaten in eine ausgelieferte Lage. Die zwischen das Deutsche und das Sowjetische Reich geratenen Kleinstaaten konnten mit Recht annehmen, dass die Zunahme des Appetits der beiden Mächte, ihre Großmachtbestrebungen nur auf ihre Kosten erfolgen konnten. In der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen versuchten die führenden Politiker der Nachfolgestaaten der Monarchie, diese bedrohte Lage vor Augen haltend, sich im Interesse der Zukunft und der Sicherheit ihrer Länder solchen Bündnissystemen anzuschließen, bzw. solche Bünd­nissysteme zu schaffen, die die Sicherheit dieses Raumes sichern. Vorliegende Arbeit bearbeitet eine dieser Bemühungen, die unter der Bezeichnung „Intermarium" bekannt gewordene Mitteleuropa-Konzeption, bzw. die darauf abzie­lenden diplomatischen Bestrebungen des polnischen Außenministers Jozef Beck. Diese Vorstellung reiht sich an jene außenpolitischen Doktrinen an, von denen die Möglichkeit eines „Dritten Europas" aufgeworfen wird. Die Konzeption zielt auf eine Nord-Süd- Achse, d. h. auf die Gründung eines Bündnissystems in Mitteleuropa ab, das die Klein­staaten des Raumes geeignet machen könnte, den Druck der Großmächte auszugleichen, der aus östlicher Richtung von der Aggression der bolschewistischen Sowjetunion, aus westlicher Richtung von der des nazistischen Deutschlands für sie bedeutet wird. Die Vorstellung zielt auf die Eliminierung der kleinstaatlichen Ausgeliefertheit ab, während sie die Möglichkeiten, die von der aktuellen politischen Mächtekonstellation geboten werden, bzw. fallweise die kleinen Nebensächlichkeiten zu nutzen versucht. Die Schwä­che der Vorstellung äußert sich vor allem darin, dass sie in Wirklichkeit nicht mit der in die entgegen gesetzte Richtung wirkenden Kraft der vielerlei kleinstaatlichen Interessen rechnet, die darüber hinaus nur eine engen Spielraum hatten. Das primäre Ziel des Planes von Beck ist, zur Aufrechterhaltung der neu erworbenen Unabhängigkeit Polens den entsprechenden diplomatischen und völkerrechtlichen poli­tischen Freiraum zu sichern bzw. Polen im mitteleuropäischen Raum zu einem Mächte­faktor zu erheben. Der Überzeugung des polnischen Außenminister nach kann nämlich nur die Realisierung dieser beiden Zielsetzungen die entsprechende Garantie für das Fortbestehen Polens für eine längere Zeit sichern. 266 Külügyi Szemle

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