Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 5. kötet
Függelék - III. Az iratok tartalmi kivonata és mutatója (Inhaltliche Kurzfassung und Verzeichnis der Dokumente)
IV. AUSWEITUNG DES BALKANKRIEGES. ZUSTANDEKOMMEN DES JUGOSLAWISCH-UNGARISCHEN FREUNDSCHAFTSVERTRAGES. UNGARNS TEILNAHME AN DEM ANGRIFF AUF JUGOSLAWIEN (23. November 1940—9. April 1941) 489. 23. 11. 1940 Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Ankara an den AußenminiAnkara ster Nach seiner Rückkehr aus Berlin nach Ankara erklärte von Papen, daß die Achsenmächte nicht die Absicht hätten, die Türkei anzugreifen, und den italienisch-griechischen Krieg als lokale Angelegenheit betrachteten; dieser Standpunkt würde sich nur dann ändern, wenn England mit der Türkei eine militärische Front gegen die Achse eröffnen würde; der türkische Außenminister hält auch weiterhin an der Neutralität des Landes fest. 743 490. 23. 11. 1940 Brief des ungarischen Gesandten in Berlin an den Außenminister Berlin Antonescu hat den Beitritt Rumäniens zum Dreimächtepakt unterzeichnet; Sztójay nimmt an, daß die Deutschen nunmehr noch eher an der Beilegung der ungarisch-rumänischen Differenzen interessiert sind; er schlägt vor, einen neuen energischen Gesandten nach Bukarest zu schicken, der auch zu den deutschen militärischen Kreisen gute Verbindungen hat. Über Antonescus und Tukas Besuch wird er mündlich Bericht erstatten. 744 491. 25. 11. 1940 Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Ankara an den AußenminiAnkara ster Infolge der Äußerungen von Papen hat in türkischen Regierungskreisen die Spannung nachgelassen; nach Meinung des Gesandten ist durch diese Äußerungen die Möglichkeit einer Einmischung Deutschlands auf dem Balkan nicht ausgeschlossen, aber vorher wollen sich die Deutschen der Nichteinmischung der Türkei sichern; er hält es allerdings auch für möglich, daß Deutschland bis zum Frühling keine militärische Aktion einleitet. 745 Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Belgrad an den Außenminister Der jugoslawische Fürstregent und die Regierung nahmen Csákys Vorschläge zum Freundschaftsvertrag an: der Gesandte bittet, ihn zur Berichterstattung nach Hause zu beordern. 746 Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Ankara an den Außenminister Die türkische Presse schrieb in einem ironischen Ton über Ungarns und Rumäniens Beitritt zum Dreimächtepakt und bewertete ihn als Verlust der Selbständigkeit; der Gesandte legte beim türkischen Außenminister dagegen Protest ein. 747 Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Ankara an den Außenminister Nach vertraulichen Informationen hat sich Papen, wie der Gesandte angenommen hatte, beim türkischen Außenminister in vorsichtiger Form danach erkundigt, was die Türkei tun würde, wenn Deutschland Truppen durch Jugoslawien oder Bulgarien für den italienischen Angriff auf Griechenland schicken würde; die Regierungspartei hat angeblich für einen Kriegseintritt Stellung genommen. 747 495. 27. 11. 1940 Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in London an den AußenminiLondon ster Die militärische Lage Englands hat sich im Mittelmeerraum verbessert ; der Widerstand Bulgariens gegen den Druck der Achse wird durch zwei Fakto492. 26. 11. 1940 Belgrad 493. 27. 11. 1940 Ankara 494. 27. 11. 1940 Ankara 1360