Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 5. kötet

Függelék - III. Az iratok tartalmi kivonata és mutatója (Inhaltliche Kurzfassung und Verzeichnis der Dokumente)

454. 1. 11. 1940 Rom 455. (2.) 11. 1940 Zagreb 456. 2. 11. 1940 Ankara sehen Gesandtschaft erhaltenen Mitteilungen (siehe Beilage Nr. 1, 2, 3); der Ausgang des Krieges gegen Griechenland ist nach seiner Meinung eindeutig. 700 453. 1. 11. 1940 Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Berlin an den Außenminister Berlin Aus vertraulicher Quelle hat der Gesandte erfahren, daß es für Ungarn vorteilhaft wäre, eine neuerliche positive Erklärung zur Achsenpolitik ab­zugeben; Sztójay hält die Mitteilung nicht für begründet; er glaubt, daß die Suggestion die Folge einer sich aus dem griechischen Konflikt eventuell entwickelnden militärischen Aktion gegen Jugoslawien ist oder mit den un­günstigen Auswirkungen der rumänischen Propaganda bzw. mit der angeb­lichen englischen Sympathie zusammenhänge. 704 Bericht des ungarischen Gesandten in Rom an den Außenminister Wiederholung der im Dokument Nr. 444 abgefaßten Mitteilungen; ferner informierte Ciano den Gesandten über den Besuch von Antonescu; Villani gab seiner Hoffnung Ausdruck, daß man bei den Festlichkeiten des Emp­fangs Zurückhaltung bewahren wird. 705 Bericht des ungarischen Konsuls in Zagreb an den Außenminister In Kroatien betrachtet man den italienischen Feldzug gegen Griechenland als Generalprobe, einerseits ob mit einer englischen Unterstützung gerech­net werden kann, andererseits hegt man die Befürchtung, daß danach Ju­goslawien folgen wird; gesteigerte militärische Vorbereitungen werden wahrgenommen. 706 Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Ankara an den Außenmini­ster Der Gesandte beruft sich auf die Eröffnungsrede des Präsidenten der türki­schen Republik im Parlament und teilt mit, daß sich die Türkei, solange ih­re Sicherheit nicht unmittelbar bedroht ist, nicht in den italienisch-grie­chischen Krieg einmischen werde; gegenüber den Achsenmächten sei er je­doch mißtrauisch ; auch weiterhin sei die Grundlage ihrer Politik das Bünd­nis mit England, das für den Fall weiterer militärischer Entwicklungen ihre Haltung bestimmen würde. 708 457. 2. 11. 1940 Brief des ungarischen Gesandten in Berlin an den Außenminister Berlin Clodius machte den Gesandten darauf aufmerksam, daß man das Hissen der ungarischen Fahne auf Halbmast in Berlin als Ausdruck der Unzufrie­denheit gegenüber dem Wiener Schiedsspruch deute und dies Nichtgefal­len hervorruft ; Sztójay informiert Csáky, daß Clodius nichts von den bedeu­tenden ungarischen Revisionsforderungen gegenüber Jugoslawien wußte, er hielt diese aufgrund eines früheren Gespräches mit Csáky für unbedeu­tend; Sztójay hält in dieser Hinsicht eine neuere offizielle Information für notwendig. 709 458. 2. II. 1940 Bericht des ungarischen Gesandten in Berlin an den Außenminister Berlin Unter Berufung auf seine in den letzten Monaten geschriebenen Berichte weist der Gesandte wiederholt darauf hin, daß sich in Berlin die Stimmung gegenüber Ungarn wieder verschlechtert ; die Ursachen liegen nach seiner Meinung darin, daß die Juden-, Bodenreform- und die Sozialfragen unge­löst sind, die Ungarn mit dem Wiener Schiedsspruch unzufrieden sind und daß die rumänische Propaganda seine Wirkung zeigt; Weizsäcker erkannte nicht an, daß dies die Meinung führender deutscher Politiker wäre. 710 459. 3. 11. 1940 Chiffretelegramm des Außenministers an den ungarischen Gesandten in Rom Budapest Die Rumänen streuen das Gerücht aus, daß in Siebenbürgen gemischte deutsch-italienische Kommissionen für die Aufrechterhaltung der Ord­1355

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