Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 5. kötet

Függelék - III. Az iratok tartalmi kivonata és mutatója (Inhaltliche Kurzfassung und Verzeichnis der Dokumente)

nen Fragenkreise verlaufen im allgemeinen ergebnislos, weil es an Bereit­schaft der Rumänen zur Einigung mangele: der Außenminister hält es für notwendig, daß Berlin und Rom Druck auf Bukarest ausüben, vor allem in folgenden F ragen : Sicherstellung des Eisenbahnverkehrs in Siebenbürgen, Aufteilung des Rollmaterials, genaue Festlegung der Grenzlinie. 640 407 . 8. 10. 1940 Chiffretelegramm des Außenministers an den ungarischen Gesandten in Rom Budapest Nach der rumänischen Propagandakampagne gegen Ungarn hat nun die Verfolgung der Ungarn in Siebenbürgen begonnen; nahezu 50 000 Ungarn sind geflohen; die ungarische Regierung bestritt die Übergriffe in den rück­gegliederten Teilen und reagiert mit einer Ausweisung der Rumänen; der Außenminister hat dem deutschen und italienischen Gesandten in Buda­pest einen zusammenfassenden Bericht über die ungarischen Beschwerden übergeben. 642 408. 8. 10. 1940 Chiffretelegramm des Außenministers an den ungarischen Gesandten in Rom Budapest In Ergänzung zum Dokument Nr. 407; Der Außenminister habe den ru­mänischen Bischof Vazul Hosszú um Vermittlung gebeten, aber auf rumäni­scher Seite bestreite man auch weiterhin die Berechtigung der ungarischen Beschwerden. 643 409. 9. 10. 1940 Chiffretelegramm des Außenministers an den ungarischen Gesandten in Rom Budapest Antwort auf das Dokument Nr. 404: Größere Lebensmittelkontingente für Italien können nur durch weitere Einschränkungen des Verbrauches im Inland zugesichert werden; das kann aber nur in vorsichtiger Form gesche­hen. weil es so scheint, daß die italienische Regierung die Rumänen uner­wartet stark gegenüber den Ungarn unterstützt. 644 410. 9. 10. 1940 Tagesbericht über das Gespräch des englischen Gesandten in Budapest, Budapest O'Malley, mit dem außenminister István Csáky Der englische Gesandte erkundigt sich, ob es wahr sei, daß uniformierte be­waffnete deutsche Truppen durch Siebenbürgen nach Rumänien durchge­lassen werden. Csáky erkannte nur den Durchmarsch von Deutschen in Zi­vilkleidung an, brachte aber dem englischen Gesandten zur Kenntnis, daß Ungarn nicht in der Lage sei und auch nicht die Absicht habe, den even­tuellen Durchmarsch von deutschen Truppen zu verhindern; die Anwesen­heit deutscher Truppen gewährleiste die Ordnung in Rumänien, und das lä­ge in Ungarns Interesse. 645 411. 9. 10. 1940 Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in London an den Außenmini­London ster Der Abbruch der englisch-rumänischen diplomatischen Beziehungen bildet den Gegenstand ernsthafter Überlegungen (siehe Dokument Nr. 405); nach Meinung des englischen Chefsekretärs des Äußeren könne man die ungarische Regierung dafür nicht zur Verantwortung ziehen, daß die deutschen Truppen auf der Donau durch Ungarn nach Rumänien ver­schifft werden. 646 412. 9. 10. 1940 Brief des ungarischen Gesandten in Belgrad an den Außenminister Belgrad Der Gesandte hält es für notwendig, mit Jugoslawien über Gebietsfragen in Verhandlungen zu treten, macht aber Csáky darauf aufmerksam, daß mög­liche Zugeständnisse an Ungarn automatisch zum Zusammenbruch Jugo­slawiens führen würden, weil dann auch die übrigen Nachbarstaaten (Bulga­rien, Albanien, Italien) mit ähnlichen Ansprüchen auftreten würden. Über sein Gespräch zu diesem Thema mit Smiljanic. zu dem er ein vertrauliches Verhältnis habe, berichtet er in der Beilage. 646 1348

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