Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 5. kötet

Függelék - III. Az iratok tartalmi kivonata és mutatója (Inhaltliche Kurzfassung und Verzeichnis der Dokumente)

Beilage Aufzeichnung über das Gespräch zwischen dem stellvertretenden Außenmini­9. 10. 1940 ster Smiljanic und dem ungarischen Gesandten in Belgrad, Bakách-Bessenyey Belgrad Smiljanic möchte die ungarisch-jugoslawischen Beziehungen nicht mit ei­ner Rückgliederung der von Ungarn bewohnten Gebiete bereinigen, son­dern mit einem Bevölkerungsaustausch, in dessen Rahmen man für die un­gefähr 500000 Ungarn über die in Ungarn lebenden rund 200 000 Südsla­wen hinaus auch eine entsprechende Zahl von Ruthenen aus der Karpaten­ukraine umsiedeln würde; es muß noch festgestellt werden, ob Smilija­nic' Vorstellung als rein persönlicher oder als offizieller Standpunkt anzu­sehen ist. 647 413. 10. 10. 1940 Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Belgrad an den Außenmini­Belgrad ster Smiljanic hält Rumäniens innere Lage für beunruhigend ; er beklagte, daß Rumänien Jugoslawiens korrekte Haltung im rumänisch-ungarischen Kon­flikt nicht gewürdigt hat und Jugoslawien gegenüber eine feindselige Ein­stellung an den Tag legt. 650 414. 10. 10. 1940 Bericht des ungarischen Gesandten in Berlin an den Außenminister Berlin Nach Informationen von Ribbentrop ist der Sieg über England in naher Zukunft zu erwarten, spätestens jedoch im Frühling; der Kriegseintritt der USA sei nicht wahrscheinlich, weil sie sich dann der stärkeren japanischen Flotte gegenübergestellt sehen; entscheidende Aktionen seien im Mittel­meer zu erwarten; die sowjetisch-deutschen Beziehungen sind gut, und Sztójay hat den Eindruck, daß die Deutschen nach dem Abschluß eines sowjetisch-japanischen Nichtangriffpaktes gern sähen, wenn sich die Sowjet­union dem Dreimächtepakt anschließen würde; in der Interessensphäre der Sowjetunion würde man die Türkei, den Iran und Indien belassen. 650 415. 11. 10. 1940 Tagesbericht über das telephonische Gespräch zwischen dem Außenminister Budapest István Csáky und dem ungarischen Gesandten in Berlin, Döme Sztójay Sztójay berichtete über sein Gespräch, das er mit Weizsäcker über die nach Siebenbürgen zu entsendende deutsche Kommission geführt hatte; Csáky besteht nicht darauf, daß die Kommission aus Mitarbeitern der Gesandt­schaft bestehen soll, erwartet aber eine Entscheidung in allen Streitfragen. 653 Chiffretelegrumm des Außenministers an den ungarischen Gesandten in Rom Die ungarisch-rumänischen Verhandlungen sind als abgebrochen zu be­trachten : Rumänien wendet sich an das deutsch-italienische Schiedsgericht. 653 Brief des ungarischen Gesandten in Belgrad an den Außenminister In Ergänzung zu den Dokumenten Nr. 412a und 412b teilt der Gesandte mit, daß auch der jugoslawische Außenminister die ungarisch-jugoslawi­sche Minderheitenfrage mit einem Bevölkerungsaustausch lösen möchte; er wird sich aber theoretisch auch territorialen Zugeständnissen nicht wider­setzen, denkt jedoch nur an die Übergabe der Kreise Zen ta und Topolya; er hält aber die Befriedigung der ungarischen Gebietsforderungen nicht für zeitgemäß, weil dies wegen ähnlicher Ansprüche der benachbarten Staaten die Existenz von Jugoslawien gefährden würde. 654 Beilage Aufzeichnung über das Gespräch zwischen dem jugoslawischen Außenminister 11. 10. 1940 Cincar­Markovié und dem ungarischen Gesandten in Belgrád, György Ba­Belgrad kách-Bessenyey Der jugoslawische Außenminister legte seinen Standpunkt in der Frage der jugoslawisch-ungarischen Gebietsansprüche dar. die er jedoch nicht für zeitgemäß ansehe; der Gesandte wies daraufhin, daß die ungarische Regie­rung die Initiative Jugoslawien überlasse, in der Hoffnung, daß man den günstigen Zeitpunkt nicht versäumen werde. 656 416. 11. 10. 1940 Budapest 417. 11. 10. 1940 Belgrad 1349

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