Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 5. kötet

Függelék - III. Az iratok tartalmi kivonata és mutatója (Inhaltliche Kurzfassung und Verzeichnis der Dokumente)

such habe der Gesandte noch keine Antwort erhalten; nach vertraulichen Informationen werde man die Invasion gegen England erst im nächsten Frühling beginnen, aber er halte es auch für möglich, daß man dies zur Irre­führung verbreite. 635 401. 3. 10. 1940 Bericht des ungarischen Gesandten in Berlin an den Außenminister Berlin Nach Meinung des Gesandten ist der Dreimächtepakt als ein großer di­plomatischer Erfolg der Achsenmächte anzusehen ; sein Ziel sei es, die USA und die Sowjetunion in Schach zu halten, obwohl man es vermieden habe, die USA zu erwähnen, und bemüht gewesen sei, die Sowjetunion zu be­schwichtigen; der Wiener Schiedsspruch und der Krieg gegen Norwegen kann das gesteigerte Mißtrauen der Sowjetunion hervorrufen, was nach seinem Eindruck mit der wiederholten Betonung der Neutralität der Sowjet­union zusammenhänge. 636 402. 3. 10. 1940 Bericht des ungarischen Gesandten in Moskau an den Außenminister Moskau Nach vertraulichen Informationen des Gesandten hat die sowjetische Re­gierung ihre Unzufriedenheit gegenüber der deutschen Regierung zum Aus­druck gebracht, weil man beim Zustandekommen des Wiener Schiedsspru­ches ihre Meinung nicht berücksichtigt hätte, obwohl eine Gebietsverände­rung des ihr benachbarten Rumänien die Sowjetunion nahe berühre; nach Wissen des Gesandten schreibt in solchen Fragen das sowjetisch-deutsche Abkommen Konsultationen vor; trotzdem hält er es für wahrscheinlich, daß die sowjetische Unzufriedenheit keine Auswirkungen auf die sowje­tisch-deutschen Beziehungen haben wird. 637 403. 4. 10. 1940 Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in London an den Außenmini­London ster Barcza bittet um Informationen darüber, ob jene Pressenachrichten der Wahrheit entsprechen, nach denen Ungarn, Jugoslawien und Rumänien auf deutschen Druck hin ihre diplomatischen Beziehungen zu England abbrechen ; ob sich die Pfeilkreuzler tatsächlich unter der Führung von Szá­lasi in einer Partei vereinigt haben und ob die ungarische Regierung ihren Beamten erlaubt habe, der Pfeilkreuzler-Partei beizutreten? 638 404. 7. 10. 1940 Telephonisches Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Rom an den Rom Außenminister Der Gesandte gibt Nickis Bericht weiter, nach der die Italiener auf ungari­• sehe Hilfe zur Milderung ihrer Versorgungsschwierigkeiten drängen; er bit­tet um eine rasche Entscheidung, da die Verzögerung eine Stoppung der ita­lienischen Lieferungen und eine Verschlechterung der Beziehungen zur Fol­ge haben könnte. Die Italiener verwenden die Bereitschaft der Rumänen zur Lieferung als Druckmittel. 639 405. 7. 10. 1940 Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in London an den Außenmini­London ster Wegen der unwürdigen Behandlungen und Behinderungen der englischen Staatsbürger in Rumänien erwäge man auf englischer Seite ernsthaft den Abbruch der diplomatischen Beziehungen; damit wolle man wahrschein­lich auch der zu erwartenden rumänischen Initiative zuvorkommen; wegen der Verfolgung der Ungarn in Siebenbürgen sei dem Gesandten zufolge eine Sympathie gegenüber Ungarn zu spüren. 640 406. 7. 10. 1940 Schreiben des Außenministers an den ungarischen Gesandten in Berlin Budapest Im Sinne des Wiener Schiedsspruches haben am 14. September in Budapest ungarisch-rumänische Verhandlungen zur Regelung der Angelegenheiten im Zusammenhang mit der Übergabe des nördlichen Teils von Siebenbür­gen begonnen; die Verhandlungen in den Unterkommissionen der einzel­1347

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