Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 5. kötet
Függelék - III. Az iratok tartalmi kivonata és mutatója (Inhaltliche Kurzfassung und Verzeichnis der Dokumente)
275. 7. 8. 1940 Memorandum der ungarischen Regierung an die rumänische Regierung Budapest Die ungarische Regierung ist in der Hoffnung auf zukünftige Zusammenarbeit bereit, hinsichtlich der Rumänien durch den Friedensvertrag von Trianon zugesprochenen Gebiete einen Kompromiß zu schließen; die ungarische Regierung ist außerdem nach der Vereinbarung, die sie innerhalb einiger Tage für möglich hält, bereit, den Gedanken eines Bevölkerungsaustausches auf dem ganzen Territorium von Rumänien anzunehmen; sobald sich die rumänische Regierung bereit erklärt, das obige Verfahren anzunehmen, wird die ungarische Regierung Rumänien die für gerecht gehaltenen neuen Grenzen mitteilen. 425 276. 8. 8. 1940 Bericht des ungarischen Gesandten in Berlin an den Außenminister Berlin Sztójay macht den Außenminister darauf aufmerksam, daß die ungarischen Klagen bezüglich der ungarisch-rumänischen Verhandlungen, die seit dem Münchener Treffen schon zur Gewohnheit geworden seien, in Berlin Mißgefallen ausgelöst haben; nach seinem Eindruck wollen sich die Deutschen nicht im geringsten Maße in die ungarisch-rumänischen Verhandlungen einmischen; Sztójay schlägt deshalb vor, daß man die Klagen sammeln und ihn darüber regelmäßig informieren solle, damit man bei einem Scheitern der Verhandlungen mit fertigem Material auftreten könne, aber ansonsten — so auch in der Presse — solle man die Ausfalle gegen Rumänien und auch die Hinweise auf die Unterstützung durch die Deutschen mäßigen. 427 Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Bukarest an den Außenminister Bericht über die Übergabe des Dokuments Nr. 275 an den rumänischen Außenminister; Manoilescu versprach eine möglichst schnelle Antwort auf das Memorandum und schlug zum Ort der Verhandlungen Turnu-Severin vor. 429 Bericht des ungarischen Gesandten in Rom an den Außenminister Der Gesandte berichtet, daß er Ciano den Inhalt des Dokuments Nr. 274 mitgeteilt und den Brief von Ministerpräsident Teleki (Nr. 265) übergeben habe; er würde es wegen der Gerüchte im Zusammenhang mit Jugoslawien und wegen der ständigen italienischen Truppenverlegungen nach Nordosten für ratsam halten, wenn sich die ungarische Regierung rechtzeitig auf einen eventuellen italienischen Angriff gegen Jugoslawien vorbereitete. 430 279. 10. 8. 1940 Aufzeichnung des deutschen Gesandten in Budapest an den Außenminister Budapest Nach den Informationen des Gesandten verbreitete sich in Kreisen der deutschen Bevölkerung von Szatmár die Nachricht von einem Einmarsch ungarischer Truppen; unverantwortliche ungarische Elemente, besonders die sog. Rongyos Gárda (Lumpige Garde), machen sich mit drohenden Äußerungen Luft, und hetzen die ungarische Bevölkerung gegen die Deutschen auf; der Gesandte bittet die ungarische Regierung um schleuniges Eingreifen. 431 280. 10. 8. 1940 Bericht des ungarischen Gesandten in Bukarest an den Außenminister Bukarest Der Gesandte brachte bei der Übernahme des Memorandums der rumänischen Regierung (Beilage) gegenüber Manoilescu als seine persönliche Meinung zum Ausdruck, daß man bei den rumänisch-ungarischen Verhandlungen deshalb nicht von einem Bevölkerungsaustausch ausgehen könne, weil in den beiden Ländern das Zahlenverhältnis der rumänischen bzw. ungarischen Bevölkerung unvergleichbar voneinander abweicht. Manoilescu legte dar, daß sich seine Regierung nicht vor territorialen Zugeständnissen verschließt und von der Festlegung einer solchen Grenzlinie ausgehen wolle, welche die Lösung eines wechselseitigen Bevölkerungs277. 9. 8. 1940 Bukarest 278. 9. 8. 1940 Rom 1328