Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 5. kötet

Függelék - III. Az iratok tartalmi kivonata és mutatója (Inhaltliche Kurzfassung und Verzeichnis der Dokumente)

Beilage Mündliche Note des deutschen Gesandten in Budapest an das ungarische 2. 7. 1940 Außenministerium Budapest Als Standpunkt der deutschen Regierung legt der Gesandte dar, daß es Deutschlands Wunsch sei, den Balkan nicht zum Kriegsschauplatz werden zu lassen; sie könne die ungarischen Revisionsforderungen verstehen, Un­garn dürfe aber nicht erwarten, daß Deutschland deshalb zu den Waffen greife; wenn die ungarische Regierung versuchen würde, die Revision mit Gewalt durchzuführen, dann könne sie dies nur auf eigene Verantwortung tun und müsse all jene Folgen auf sich nehmen, die sich aus einem solchen Krieg für Ungarn ergeben ; zu einem geeigneteren Zeitpunkt könne man die Revision auch ohne Waffengewalt durchführen, und in einem solchen Falle würde sich die deutsche Regierung für die ungarischen Forderungen einset­zen. 259 148. 2. 7. 1940 Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Rom an den Außenminister Rom In Beantwortung des Dokuments Nr. 139 rät der Gesandte, daß die unga­rische Regierung davon absehen sollte. Ciános Äußerungen schriftlich fest­zuhalten; er halte es für zweckmäßiger, wenn Csáky persönlich die Ver­handlungen mit Mussolini fortsetzen würde. 261 149. 2. 7. 1940 Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in London an den Außenmini­London ster In Verbindung mit dem Dokument Nr. 135 drückte Cadogan seine Hoff­nung aus, daß es zwischen Ungarn und Rumänien nicht zum bewaffneten Konflikt kommen werde, und erklärte, daß die englische Regierung eine friedliche Regelung der Gebietsforderungen mit Freude zur Kenntnis nehmen würde; die Nachrichten über englische Friedensversuche demen­tierte er. 261 150. 2. 7. 1940 Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Ankara an den Außenmini­Ankara ster Der türkische Chefsekretär des Äußeren, vor dem der Gesandte den weni­ger freundschaftlichen Ton der türkischen Presse bezüglich der ungarischen und bulgarischen Revisionsforderungen gegenüber Rumänien zur Sprache gebracht hatte, gab ihm zur Antwort, daß die Presse Ungarn in dieser Fra­ge schwer von Bulgarien trennen könne, weil die Entwicklungen der bulga­rischen Revisionsforderungen einen völligen Umsturz auf dem Balkan be­wirkt hätten. 262 151. 2.7. 1940 Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Sofia an den Außenminister Sofia Der bulgarische Außenminister teilte dem Gesandten mit, daß die III. Armee mobilisiert worden sei, Rumänien dagegen ein weiteres Armeekorps in die Dobrudscha entsandt habe; die jugoslawische und griechische Regie­rung brachte zum Ausdruck, daß im Falle eines Krieges der Balkan-Pakt zur Anwendung komme; der deutsche Gesandte in Sofia werde im Namen seiner Regierung Popow mitteilen, daß Deutschland zwar die bulgarischen Bestrebungen mit Sympathie verfolge, im gegenwärtigen Augenblick aber die Durchsetzung der Revisionsforderungen nicht für geeignet halte. 263 152. 2. 7. 1940 Telegramm des ungarischen Militärattaches in Berlin an den Generalstahs­Berlin chef Nach dem jugoslawischen Militârattaché in Berlin habe der jugoslawische Generalstabschef erklärt, daß er vom militärischen Gesichtspunkt her nichts dagegen habe, wenn das Baranya-Dreieck und der Szabadka-Di­strikt zu Ungarn käme; der jugoslawische Gesandte in Berlin sei angewie­sen worden, im deutschen Außenministerium den jugoslawischen Vermitt­lungsversuch in den rumänisch-ungarischen Beziehungen darzulegen. 264 1309

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