Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 5. kötet
Függelék - III. Az iratok tartalmi kivonata és mutatója (Inhaltliche Kurzfassung und Verzeichnis der Dokumente)
tischen Wünschen Genüge tun würde und damit die weiteren Öllieferungen ungestört gesichert seien. 219 104. 27. 6. 1940 Telephonisches Chiffretelegramm des Außenministers an den ungarischen GeBerlin sandten in Berlin Der Außenminister weist den Gesandten an, die deutsche Regierung unter Hinterlassung einer Aufzeichnung darauf aufmerksam zu machen, daß, wenn Rumänien geneigt sei, der Sowjetunion Gebiete abzutreten, das eine derartige Diskriminierung gegenüber Ungarn wäre, deren Folgen noch unabsehbar wären; die ungarische Regierung wünsche Ungarns Ansprüche im Einverständnis mit den Achsenmächten bzw. mit Hilfe einer gemeinsamen Vereinbarung durchzusetzen. Wenn jedoch Rumänien mit einem anderen Staat Gebietsabmachungen treffe, dann müsse es auch Ungarn in die Verhandlungen mit einbeziehen. 219 105. 27. 6. 1940 Telephonisches Chiffretelegramm des Außenministers an den ungarischen GeBudapest sandten in Sofia Der Gesandte solle dem bulgarischen Außenminister mitteilen, daß die ungarische Regierung Truppen an der Grenze zu Rumänien zusammenziehe und bezüglich der rumänischen Frage mit Berlin und Rom in Verbindung getreten sei; er solle klarmachen, daß Bulgarien ein ebensolches Interesse an voller Zusammenarbeit habe wie Ungarn, weil ohne mutige Entscheidungen die Nachwelt den beiden Regierungen den Vorwurf einer historischen Unterlassung machen könnte. 220 1 06. 27. 6. 1940 Telephonisches Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Berlin an den Berlin Außenminister Bei der Übergabe der im Dokument Nr. 104 angewiesenen Aufzeichnung teilte Woermann ihm mit, daß es der ausdrückliche Wunsch der deutschen Regierung sei, in Südosteuropa eine Situation des Friedens aufrechtzuerhalten; nach Woermanns Informationen habe der rumänische Kronrat so entschieden, daß er bereit sei, mit Verhandlungen über die sowjetischen Forderungen zu beginnen, und über den Moskauer Botschafter habe man die deutsche Regierung um Vermittlung einer Entscheidung gebeten. 221 107. 27. 6. 1940 Tagesbericht über das Gespräch zwischen dem jugoslawischen Gesandten in Budapest Budapest, Rasic, und dem Außenminister István Csáky Auf die Anfrage von Rasic äußerte der Außenminister, daß, wenn Rumänien auf dem Wege von Verhandlungen der Sowjetunion Gebiete abtrete, dies eine Diskriminierung Ungarns bedeuten würde und schwerwiegende Folgen nach sich ziehen könnte; zur Vermeidung eines Konfliktes schlage er den schleunigen Beginn von Verhandlungen zur Bereinigung der Gebietsfragen vor; er bestritt, daß die ungarische Regierung in Verbindung zur Sowjetunion oder zu Bulgarien stünde, und äußerte, daß er den Standpunkt von Deutschland und Italien nicht kenne. 222 108. 27. 6. 1940 Bericht des ungarischen Gesandten in Berlin an den Außenminister Berlin Nach dem Eindruck des Gesandten verstärke sich das gegenseitige Mißtrauen in den deutsch-sowjetischen Beziehungen; nach seinen InfcVrmationen ist Berlin an der Aufrechterhaltung der ruhigen Lage in Südosteuropa gelegen, weswegen auch die Presse die Anweisung erhalten hat, jegliche Nachricht zu vermeiden, die diesen Zustand ändern könnte; deutsche offizielle Personen bezeugen gesteigertes Interesse an der künftigen ungarischen Haltung und an der Möglichkeit einer eventuellen sowjetisch-ungarischen Zusammenarbeit. 223 109. 27. 6. 1940 Bericht des ungarischen Gesandten in Berlin an den Außenminister Berlin Zusammenfassender Bericht über die Unterzeichnung des deutsch-franzö1302