Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 5. kötet
Függelék - III. Az iratok tartalmi kivonata és mutatója (Inhaltliche Kurzfassung und Verzeichnis der Dokumente)
sehen der »Duna Tengerhajózási Rt.« (Donau-Meer-Schiffahrts-Aktiengesellschaft), einigen ungarischen Privatfirmen und den englischen Behörden getroffene Abmachung von ungarischer Seite im weiteren nicht mehr als gültig betrachten werde, weil von englischer Seite mitgeteilt wurde, daß man keinen englischen Warenpaß zu den Lieferungen geben werde und wegen Italiens Kriegseintritt die Rohstoffeinfuhr durch die engtische Blockade sowieso illusorisch geworden sei. Zur Information teile er mit, daß es gelungen sei, bisher soviel Rohstoffe zu importieren, daß der Bedarf des Landes an wichtigeren Artikeln für mehrere Monate gedeckt sei. 211 Chiffretelegramm des Außenministers an den ungarischen Gesandten in Rom Der Gesandte solle in geeigneter Form dem italienischen König und Mussolini die Glückwünsche des Reichsverwesers und der ungarischen Regierung aus dem Anlaß übermitteln, daß Italien nach einem kurzem Kriegszug Frankreich zum Waffenstillstand gezwungen habe. 213 Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Moskau an den Außenminister Der Gesandte bittet, mit der Durchführung der Anweisungen des Dokuments Nr. 90 warten zu dürfen, bis der stellvertretende Volkskommissar des Äußeren, Dekanosow, aus Litauen zurückgekehrt sei, weil er mit ihm in engerer Verbindung stehe und somit politische Gespräche mit größerer Aussicht führen könne. 214 II. DER ZWEITE WIENER SCHIEDSSPRUCH (27. Juni 1940—31. August 1940) Telephonisches Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Bukarest an den Außenminister Der Gesandte informiert über das Ultimatum der sowjetischen Regierung an Rumänien, die Nordbukowina und Bessarabien zu übergeben. 217 Telephonisches Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Bukarest an den Außenminister Im Zusammenhang mit dem vorherigen Dokument teilt der Gesandte mit, daß die rumänische Regierung in ihrer Antwort auf das Ultimatum der sowjetischen Regierung um die Entsendung eines Bevollmächtigten bittet, was die Deutung zuläßt, daß Rumänien geneigt sei, den Forderungen zu entsprechen ; Deutschland, Italien und die Mitgliedstaaten des Balkanbundes rieten Rumänien eindeutig, einen Zusammenstoß zu vermeiden. 217 Telephonisches Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Sofia an den Außenminister Der Gesandte äußerte gegenüber dem bulgarischen Außenminister, daß Ungarn für den Fall eines sowjetisch-rumänischen Krieges gezwungen sein wird, zur Aufrechterhaltung der Ordnung in Siebenbürgen einzumarschieren; nach Kioseiwanows Meinung könne Bulgarien nicht tatenlos zusehen, wenn Ungarn militärische Aktionen beginne, obwohl sie militärisch nicht vorbereitet seien und man auch mit einer türkischen Einmischung rechnen müsse; eine Intervention Jugoslawiens fürchte er nicht. 218 Telephonisches Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Rom an den Außenminister Aufgrund eines Gespräches mit Buti habe der Gesandte den Eindruck gewonnen, daß die Achsenmächte es gern hätten, wenn Rumänien den sowje1301