Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 4. kötet

Függelék - VI. Az iratok német nyelvű tartalmi kivonata

200. 25. 6. 1939 Warschau 201. 202. 25. 6. 1939 Ankara 26. 6. 1939 Warschau 203. 26. 6. 1939 London 204. 26. 6. 1939 Bukarest 205. 27. 6. 1939 Budapest 206. 29. 6. 1939 Berlin Bericht des ungarischen Gesandten in Warschau an den Außenminister Die Spannung in den deutsch —polnischen Beziehungen wird durch die ständigen wechselseitigen Zwischenfälle und durch den rück­sichtslosen Pressekrieg weiter gesteigert; da der Beginn des deutschen Angriffs jeden Augenblick erwartet werden kann, hält man in polnischen politischen Kreisen eine Kriegspsychose für notwendig. Bericht des ungarischen Gesandten in Ankara an den Außenminister Der Generalsekretär im türkischen Außenministerium meint, der Plan eines mitteleuropäischen neutralen Blockes könne nicht ver­wirklicht werden; seiner Ansicht nach läge es nicht in Ungarns Interesse bis zum äußersten neutral zu bleiben, sobald sich Deutsch­lands aggressive Bestrebungen nach Südosteuropa richteten. Bericht des ungarischen Gesandten in Warschau an den Außenminister In einer Unterhaltung über die deutsch —polnischen Beziehungen hat der stellvertretende Staatssekretär des Äußeren, Arciszewki, erklärt, daß er Unterredungen mit dem deutschen Botschafter in Warschau geführt und ihm mitgeteilt habe, die polnische Regierung bestehe in Danzig nur auf der Aufrechterhaltung ihrer wirtschaft­lichen Rechte; sie wäre auch weiterhin zu einer vernünftigen Einigung mit Deutschland bereit; um diese zu fördern, habe Polen bisher von der Schaffung engerer Verbindungen zur Sowjetunion abgesehen. Bericht des ungarischen Gesandten in London an den Außenminister Der ehemalige Kriegsminister Lord Hailsham erklärt zur Politik Chamberlains, der englische Ministerpräsident sei bereit, mit Deutschland in jeder Angelegenheit zu verhandeln, die führenden deutschen Politiker aber wiesen jeden englischen Annäherungs­versuch zurück; seiner Meinung nach werde ein weiteres gewalt­sames Auftreten Deutschlands Englands Kriegseintritt nach sich ziehen. Bericht des ungarischen Gesandten in Bukarest an den Außenminister Unter Hinweis auf die Rede Außenminister Csákys vom 12. Juni erklärt Gafencu, die ungarische Regierung wünsche keine Eini­gung mit Rumänien, sondern wolle die Gegensätze w achhalten und durch unterschiedliche Behandlung einen Keil zwischen Rumä­nien und Jugoslawien treiben; der erste Schritt zur Besserung der rumänisch —ungarischen Beziehungen könnte die wechselseitige Erklärung friedlicher Absichten sein, wozu ein Minderheitenab­kommen nicht nötig sei. Brief des ständiges Stellvertreters des Außenministers an den ungari­schen Gesandten in Berlin Information über einige außenpolitische Fragen für Gespräche mit deutschen Politikern: die polenfreundliche Politik der ungarischen Regierung bezwecke, Polen von einer engeren Annäherung an Rumänien abzuhalten; für die englische Regierung werde ein Memorandum verfaßt über die Verschlechterung der Lage der Ungarn in Siebenbürgen seit der englischen Garantie, um eine Ausweitung der Garantie zu verhindern; nach Informationen der Regierung beabsichtige Bulgarien nicht sich dem Balkanpakt anzuschließen. Chiffre-Telegramm des ungarischen Gesandten in Berlin an den Außenminister Nach Weizsäckers Ansicht wäre es angebracht, das im Aktenstück Nr. 205 erwähnte Memorandum der englischen Regierung offiziell überreichen zu lassen, denn so könne sie es mit mehr Erfolg gegen die Labour Party verwenden, die vor allem die Garantiepolitik fördere. 847

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