Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 4. kötet
Függelék - VI. Az iratok német nyelvű tartalmi kivonata
141. 15. 5. 1939 Warschau 145. 15. 5. 1939 Belgrad Ansprüche stellen; das Zustandekommen einer englisch—französisch —sowjetischen Übereinkunft hält er nicht für ausgeschlossen, die französisch —englisch —türkische Vereinbarung richte sich seiner Meinung nach gegen Italien; für eine englisch—deutsche Annäherung sehe er zur Zeit keine Möglichkeit, obwohl er von Chamberlains Bereitschaft zur Annäherung überzeugt sei; nach Meinung des Gesandten stehe Dirksen auf dem Standpunkt, eine weitere Expansion von deutscher Seite würde zum Weltkrieg führen. 143. 14. 5. 1939 Bericht des ungarischen Gesandten in Bukarest an den Außenminister Bukarest Nach Meinung des polnischen Gesandschaftsrates in Bukarest könne die polnische Regierung im Falle eines Krieges zwar auf Rumäniens Neutralität rechnen, könne aber selbst dann keine Hilfe im Sinne des polnisch —rumänischen Abkommens erwarten, wenn sich der Krieg auf Polen und Deutschland beschränken sollte. Chiffre-Telegramm des ungarischen Gesandten in Warschau an den Außenminister Nach Meinung des deutschen Botschafters in Warschau würden Verhandlungen mit der polnischeil Regierung zur Zeit ergebnislos verlaufen; den Vermittlungvorschlag des Papstes hält er nicht für glücklich. Bericht des ungarischen Gesandten in Belgrad an den Außenminister Nach einer Unterredung mit dem stellvertretenden Außenminister Smiljanic hat der Gesandte den Eindruck, daß Gafencu auf seiner Belgrad-Reise nicht mit dem Abschluß einer jugoslawisch —ungarischen Vereinbarung einverstanden gewesen ist; der rumänische Gesandte in Belgrad bat wiederholt den Vorteil einer Dreier-Abmachung betont; nach Aussage dos deutschen Gesandten in Belgrad habe Gafencu in der ungarischen Frage den Standpunkt der rumänisch —jugoslawischen Solidarität vertreten. 146. 16. 5. 1939 Chiffre-Telegramm des ungarischen Gesandten in Rom an den AufienRom minister Der jugoslawische Außenminister hat bei seinen Besprechungen in Rom angeregt, anstelle des Balkan-Paktes sollte ein Bündnis zwischen Jugoslawien, Rumänien, Ungarn und Bulgarien treten, hierfür gebe es zur Zeit als einzigen Hinderungsgrund die gespannten ungarisch —rumänischen Beziehungen; Ciano ist mit dem Vorschlag einverstanden, will aber nicht die Initiative ergreifen. 147. 16. 5. 1939 Bericht des ungarischen Gesandten in Rom an den Außenminister Rom Ciano hält die Beilegung der deutsch —polnischen Spannung durch zweiseitige Vereinbarungen für möglich; er hat der polnischen Regierung auf diplomatischem Wege mitgeteilt, die italienische Regierung würde die friedliche Regelung der deutsch —polnischen Gegensätze freudig begrüßen und wäre auf Wunsch der polnischen Regierung bereit, zwischen Berlin und Warschau zu vermitteln; bei einem bewaffneten Auftreten Deutschlands würde Italien die allgemeine Mobilmachung anordnen. 148. 16. 5. 1939 Telefonisch übermitteltes Chiffre-Telegramm des ungarischen GesandBerlin ten in Berlin an den Außenminister Weizsäcker drückte sein Erstaunen über Außenminister Csákys polenfreundliche Äußerungen in der Soproner Wahlrede aus und brachte den Artikel des Pester Lloyd, der Polen lobt, zu Sprache. 149. 16. 5. 1939 Telefonisch übermitteltes Chiffre-Telegramm des ungarischen GesundBerlin ten in Berlin an den Außenminister Der Gesandte betonte Weizsäcker gegenüber, die Stellungnahme der ungarischen Regierung für die Achsenmächte sei entschieden, eindeutig und nicht anzuzweifeln. 839