Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 4. kötet
Függelék - VI. Az iratok német nyelvű tartalmi kivonata
150. 17. 5. 1939 Berlin 151. 17. 5. 1939. Budapest 152. 17. 5. 1939 Paris 153. 19. 5. 1939 Berlin 154. 19. 5. 1939 Belgrad 155. 23. 5. 1939 Belgrad 156. 24. 5. 1939 Budapest Bericht des ungarischen Gesandten in Berlin an den Außenminister Weizsäcker hält die allgemeine Situation für ernst und erklärte, die deutsch^, Regierung werde das Memorandum der polnischen Regierung nicht beantworten. Chiffre-Telegramm des Außenministers an den ungarischen Gesandten in Berlin Im Zusammenhang mit den Aktenstücken Nr. 148 und 149 teilt der Außenminister mit, in seiner Soproner Wahlrede habe er die Polenfreundschaft der ungarischen öffentlichen Meinung berücksichtigen müssen; im fraglichen Artikel des Pester Lloyd sähe er außer der übertriebenen Einstellung nichts zu beanstanden. Bericht des ungarischen Gesandten in Paris an den Außenminister Die Yerkiinduug des italienisch —deutschen Militärabkommens hat in Paris die Hoffnung zerstört, Italien könnte bereit sein, zwischen Deutschland und Polen zu vermitteln; nach französischer und englischer Auffassung liegt die größte Gefahr in der Illusion der deutschen Regierung, nicht zu glauben, daß Frankreich und England bei einem Angriff auf Polen bewaffnet auftreten werden; die Bedeutung des englisch —türkischen Übereinkommens sieht der Gesandte darin, daß im Kriegsfalle die Kontrolle der Dardanellen gesichert ist. Bericht des ungarischen Gesandten in Berlin an den Außenminister Weizsäcker hat die Mitteilungen des Aktenstückes Nr. 151 zur Kenntnis genommen; nach Meinung des Gesandten verursacht jede polenfreundliche ungarische Äußerung in Berlin Empörung und Mißtrauen. Bericht des ungarischen Gesandten in Belgrad an den Außenminister In Besprechungen über die jugoslawisch —ungarischen Beziehungen erklärt Cincar-Markovic, Gafencu hielte ein gesondertes jugoslawisch —ungarisches Abkommen anstelle eines Dreier-Paktes für gefährlich; unter Berücksichtigung der Verbindungen zwischen Rumänien und Jugoslawien schlägt er parallele Verhandlungen mit dem Ziel einer gleichen Abmachung vor; sofern die ungarische Regierung dafür keine Möglichkeit sehe, müßte im jugoslawisch — ungarischen Übereinkommen unter Hinweis auf die Möglichkeit eines rumänisch —ungarischen Übereinkommens betont werden, daß das Abkommen bisher übernommene Verpflichtungen nicht berühre. Bericht des ungarischen Gesandten in Belgrad an den Außenminister Nach dem englisch —türkischen Übereinkommen ist Jugoslawien das einzige Mitglied des Balkan-Bündnisses, das außerhalb der Garantieverträge steht; als Nachbar von Deutschland und Italien ist Jugoslawien gezwungen, eine den Achsenmächten genehme Politik zu treiben, und wenn es nicht isoliert werden will, muß es seine Verbindungen zu Rumänien enger gestalten; die Festigung der jugoslawisch —rumänischen Verbindungen verringert in zunehmendem Maße die jugoslawisch —ungarischen Einigungsmöglichkeiten. Tagesbericht Uber die Unterredung zwischen dem polnischen Gesandten in Budapest, Orloivski. und dem ständigen Stellvertreter des Außenministers , Vörnle Orlowski berichtet über seine Warschauer Eindrücke und erklärt zur Verschlechterung des polnisch —ungarischen Verhältnisses: der polnische Außenminister werde jeden Schritt vermeiden, der die ungarische Regierung bei Deutschland kompromittieren könnte; eine wohlwollende Neutralität der ungarischen Regierung für 840