Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 3. kötet

Függelék - VI. Az iratok német nyelvű tartalmi kivonata

533. 22. 3. 1939 Bericht des ungarischen Gesandten in Belgrad an den Außenminister Belgrad Woloschin hätte ersucht, daß sich 220 karpatoukrainische Flüchtlinge, die sich gegenwärtig in Zsombolya aufhalten, rücksiedeln könnten; er erkenne die neue Lage in der Karpatoukraine an und erkläre, daß er in bezug auf die Frage der Zugehörigkeit der Karpatoukraine nirgends Gehör fände. 534. 22. 3. 1939 Bericht des ungarischen Gesandten in Paris an den Außenminister Paris Die Einverleibung der Tschechoslowakei ins Deutsche Reich hätte die Pariser Bevölkerung geradezu vor Schrecken gelähmt. Die franzö­sische Presse griffe Deutschland scharf an: es hätte die Münchener Vereinbarung, das deutsch-französische Abkommen und seine eigenen so oft betonten Prinzipien gebrochen. Die französische Regierung wendete sich an das Parlament zwecks Erlangung der Vollmacht, anläßlich einer Gefahr von außen schnelle Maßnahmen ergreifen zu dürfen. Frankreich erkenne die Einverleibung der Tschechoslowakei nicht an. Wenn Italien unannehmbare Forderungen stellte, wäre der Krieg unvermeidlich. 535. 22. 3. 1939 Bericht des ungarischen Gesandten in Paris an den Außenminister Paris Die Nachricht von der ungarischen Besetzung der Karpatoukraine sei neben der Aufregung, hervorgerufen durch die Annexion Böhmens und Mährens, in den Hintergrund gedrängt worden. In Paris billige man das Zustandekommen einer gemeinsamen polnisch-ungarischen Grenze, obzwar man dieser heute schon eine geringere Bedeutung beimißt. Die Stimmung Ungarn gegenüber sei noch nicht ungünstig. 536. 23. 3. 1939 Chiffretelegramm des Außenministers an den ungarischen Gesandten Budapest in Rom Von ungarischer Seite sei keine Aktion gegen Rumänien geplant. Ein rumänischer Angriff sei unwahrscheinlich. 537. 23. 3. 1939 Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Bukarest an den Außen­Bukarest minister Der Gesandte hätte Gafencu mitgeteilt, daß die rumänische Mobilisie­rung unverständlich sei. Die ungarische Regierung sei nicht geneigt, unter militärischer Drohung zu verhandeln. Gafencu hätte erklärt, er wünsche mit der ungarischen Regierung eine Lage herbeizuführen, die die Aufhebung der militärischen Maßnahmen ermöglichte. Rumä­nien hätte keine aggressiven Absichten, und gehe gerne an die Ab­rüstung, wenn die ungarische Regierung in bezug auf die ungarisch­rumänische Grenze eine beruhigende Erklärung gäbe. 538. 23. 3. 1939 Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Bukarest an den Außen­Bukarest minister Der Gesandte sei der rumänischen Regierung gegenüber in eine pein­liche Lage geraten, da er nicht entsprechend unterrichtet gewesen sei. Er ersuche, man möge in Hinkunft auch ihn über die Standpunkte informieren, die den ausländischen Gesandten mitgeteilt werden. 539. 23. 3. 1939 Bericht des ungarischen Gesandten in Paris an den Außenminister Paris Frankreich und Deutschland hätten wechselseitig ihre Botschafter abberufen. Nach Ansicht des deutschen Botschafters erschwere es die Wiederaufnahme der normalen diplomatischen Beziehungen, daß Frankreich die Annexion Böhmens und Mährens nicht anerkannte, was das formelle Fortbestehen der bisherigen tschechoslowakischen Gesandtschaft ermöglichte. 540. 23. 3. 1939 Bericht des ungarischen Gesandten in Paris an den Außenminister Paris Der italienische Botschafter in Paris Guariglia gäbe den Rat, die ungarische Regierung möge die Annexion der Karpatoukraine nicht notifizieren lassen, da die Westmächte hierzu nicht geneigt wären: die neue Lage nähmen sie jedoch stillschweigend zur Kenntnis. 804

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