Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 3. kötet

Függelék - VI. Az iratok német nyelvű tartalmi kivonata

411. 11. 3. 1939 Aufzeichnung über die Telephonmeldung des ungarischen Konsuls in Budapest Bratislava Von Seyss-Inquart aufgefordert, sei Tiso bereit gewesen, die Unab­hängigkeit der Slowakei sowie die Geld- und Zollunion mit Deutsch­land zu proklamieren. Prag hätte dies verhindert. Die deutsche Regie­rung sei dann energisch in Prag aufgetreten, worauf die tschechischen Brachialkräfte aus Pozsony (Bratislava) entfernt worden seien, und die von den Deutschen unterstützte Hlinka-Garde die Herrschaft übernommen hätte. Die Abtrennung der Slowakei stehe bald bevor. Seyss-Inquart hätte sich über den Standpunkt der ungarischen Minderheit in der Slowakei erkundigt. Die Antwort Esterházys sei noch ausständig. 412. 11. 3. 1939 Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Rom an den Außenminister Rom Ciános Mitteilungen: Durch das Zusammentreten der neuen Tiso­Regierung sei die slowakische Krise den Wünschen der Deutschen gemäß behoben worden. Die ungarische Regierung möge von über­eilten Schritten Abstand nehmen. 413. 12. 3. 1939 Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Berlin an den Außen­Berlin minister Der Gesandte teilt dem Außenminister mit, er käme per Flugzeug nach Budapest und müsse unmittelbar nach seiner Ankunft mit dem Ministerpräsidenten und dem Außenminister sprechen; seine Reise möge geheim gehalten werden. 414. 12. 3. 1939 Chiffretelegramm des Außenministers an den ungarischen Gesandten in Budapest Rom Der Gesandte möge Ciano mitteilen: Mit der Angliederung der Slowa­kei an Deutschland sei zu rechnen, die Angliederung bedeute eine schwere Gefahr für Ungarn. Die Slowakei würde von nun an die im Wiener Schiedsspruch festgesetzte slowakisch-ungarische Grenze nicht mehr respektieren und beginne schon jetzt dagegen zu hetzen. Ciano möge seinen Einfluß bei der deutschen Regierung geltend machen, damit die Slowaken von Abenteuern, deren Ausgang unberechenbar sein würde, Abstand nehmen. Im Falle einer Angliederung der Slowa­kei sähe sich Ungarn genötigt, die Karpatoukraine unverzüglich zu besetzen, um seine strategische Lage und das politische Gleichgewicht im Karpatenbecken zu verteidigen. 415. 12. 3. 1939 Chiffretelegramm des Außenministers an den ungarischen Gesandten Budapest in Warschau Der Gesandte möge Beck mitteilen: Im Falle einer Angliederung der Slowakei an Deutschland würde Ungarn, wenn es mit polnischem Beistand rechnen könnte, die Karpatoukraine besetzen. 416. 12. 3. 193? Chiffretelegramm des Außenministers an den ungarischen Gesandten Budapest in Warschau Der Gesandte frage Beck, ob er von Gafencu Informationen besitze, welche Haltung Rumänien einnehmen würde, wenn Ungarn die Karpatoukraine besetze. 417. 13. 3. 1939 Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Prag an den Außen­Prag minister Infolge der inneren Gegensätze der tschechoslowakischen Regierung sei die Lage gespannt, Preßburg (Bratislava) und Brünn (Brno) rechneten mit deutscher Besetzung. Es sei zu deutschfeindlichen Un­ruhen gekommen. Tiso und Sidor hätten sich nach Berlin begeben. 418. 13. 3. 1939 Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Prag an den Außen­Prag minister Auf Grund seiner Informationen sei der Gesandte der Meinung, die 50* 787

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