Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 2. kötet

Függelék - VI. Inhalt der Aktenstücke

573. 22. 10. 1938 Budapest 331. 12. 9. 1938 Budapest 332. 13. 9. 1938 Bukarest 333. 13. 9. 1938 Berlin 334. 13. 9. 1938 Budapest 335. 14. 9. 1938 Warschau Chiffretelegramm des Außenministers an den ungarischen Gesandten in Warschau Einzelne Nachrichten besagen, daß Rumänien, falls sich Frankreich in einen deutsch —tschechoslowakischen Konflikt einschalten sollte, sowjetischen Truppen den Durchmarsch durch Rumänien und den sowjetischen Luftstreitkräften das Überfliegen des Landes ge­statten wird. Der Gesandte wird angewiesen, sich nach dem Stand­punkt der polnischen Regierung zu erkundigen. Bericht des Leiters der Abteilung VI/2 im Verteidigungsministerium an den Generalstabschef Oberst Andorka hat beim polnischen Generalstabschef die unga­rische Handlungsfreiheit betont und auf die gespannten Beziehun­gen zwischen Deutschland und der Tschechoslowakei verwiesen. Der polnische Generalstabschef glaubt nicht, daß Hitler einen Krieg will. Die Lokalisierung eines eventuellen Krieges hänge allein von England ab. Polen habe im ehemaligen oberungarischen Gebiet keinerlei militärische Aspirationen, es sei denn, die Slowa­ken würden Polen dazu auffordern. Daher seien vorerst auch keine Absprachen über eine polnisch-ungarische militärische Zusammen­arbeit notwendig; die Slowaken müßten in ihrer Gesamtheit belassen w erden; Teschen werde Polen auf jeden Fall in Besitz nehmen; die tschechoslowakische Armee sei schwach; Rumäniens Haltung zum Durchmarsch sowjetischer Truppen sei ungewiß. Der stellvertre­tende Staatssekretär des Äußeren, Arciszewski, bittet um Kontrolle der Nachricht, daß sich die Deutschen bis zur historischen unga­rischen Grenze ausdehnen wollen. Seiner Ansicht nach werden die Engländer, sofern die Deutschen nur rein sudetendeutsche Gebiete in Besitz nehmen — selbst durch Waffengewalt — die Angelegen­heit zur Kenntnis nehmen. Bericht des ungarischen Geschäftsträgers in Bukarest an den Außen­minister Der Geschäftsträger berichtet über die Ansichten seiner auslän­dischen Kollegen. Der englische Geschäftsträger hält einen allge­meinen Krieg nicht für wahrscheinlich, das hätte Europas Bolsche­wisierung zur Folge, was keiner wolle. Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Berlin an den Außenminister Der polnische Botschafter in Berlin schlägt vor, mit allen Mitteln und unter Geldopfern eine Volksabstimmung vorzubereiten. Eine gemeinsame polnisch-ungarische Grenze hält er für möglich. Tagesbericht über die Unterredung zwischen dem englischen Geschäfts­träger in Budapest. Marosy und dem Leiter des Kabinettbüros des Außenministers, Csáky Der englische Geschäftsträger teilte mit, England würde alles unternehmen, um die tschechoslowakische Frage durch eine Volks­abstimmung zu lösen. Dies aber könne sich — seiner Ansicht nach — nicht auf die ungarische Minderheit beziehen. Csáky ersucht den englischen Geschäfsträger an zuständiger Stelle mit­zuteilen, der diskriminierende Unterschied, der von englischer Seite zwischen den Minderheiten in der Tschechoslowakei gemacht werde, könne unübersehbare Folgen haben. Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Warschau an den Außenminister Nach Meinung des polnischen Staatssekretärs des Äußeren würde ein französischer Angriff die Lage der Deutschen nicht erschweren, da sie die Siegfriedlinie nicht würden durchbrechen können. Neuere polnisch—französische Abmachungen seien nicht getroffen worden. 983

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