Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 2. kötet
Függelék - VI. Inhalt der Aktenstücke
337. 14. 9. 1938 Budapest 338. 14. 9. 1938 Budapest 336. 14. 9. 1938 Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Warschau an den Warschau Außenminister Nach Mitteilung des polnischen Staatssekretärs des Äußeren sind mit Bukarest erneute Besprechungen über die Frage des Durchlasses sowjetischer Truppen gefürt worden; dabei sei betont worden, der Durchlaß wäre mit dem polnisch —rumänischen Bündnis unvereinbar. Warschau hätte von Bukarest beruhigende Erklärungen erhalten. Chiffretelegramm des Außenministers an den ungarischen Gesandten in Warschau Der Gesandte wird angewiesen, dem polnischen Außenminister Beck mitzuteilen, mit den Slowaken sei noch keine endgültige Übereinkunft getroffen worden, die Verhandlungen würden noch geführt. Chiffretelegramm des Außenministers an den ungarischen Gesandten in Warschau Im Gegensatz zur optimistischen Auffassung des polnischen Vußenministers Beck glaubt der ungarische Außenminister nicht, daß Deutschland einen vermutlich langen Krieg erfolgreich würde zu Ende führen können. Sollte es nicht zum Krieg kommen, würde im sudetendeutschen Gebiet mit englischer Unterstützung eine Volksabstimmung durchgeführt werden. Von ungarischer Seite werde alles unternommen, um eine solche Volksabstimmung auch auf das von Ungarn bewohnte Gebiet auszudehnen. Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Berlin an den Außenminister Nach Aussagen des deutschen Staatssekretärs des Auswärtigen gewinnt in den westlichen Staaten der Gedanke der Volksabstimmung immer mehr an Boden. Das sei keine deutsche Initiative. Dieser Lösung würde sich Deutschland nicht verschließen. Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Warschau an den Außenminister Politische Kreise in Polen sind der Ansicht, daß Ungarn, beeindruckt durch das Auftreten der Westmächte, von seiner bisherigen Politik abzugehen scheine. Der Gesandte erklärte Szembek, so wie Polen könne auch Ungarn im gegenwärtigen Augenblick nicht über seine Haltung entscheiden. Das polnisch —ungarische Gentleman's Agreement sei als perfekt zu betrachten. Chiffretelegramni des ungarischen Geschäftsträgers in London an den Außenminister Der Geschäftsträger hat dem Leiter der Südosteuropaabteilung, Ingram, mitgeteilt, sollten die den Sudetendeutschen gewährten Zugeständnisse nicht auch auf die ungarische Minderheit ausgedehnt werden, könnte dies ernsthafte Folgen haben. Ingram nahm dies zur Kenntnis und fertigte eine Aufzeichnung an. Tagesbericht über die Unterredung zwischen dem polnischen Gesandten in Budapest, Orloivski und Außenminister Kánya Orlowski erklärt, die polnische Regierung betrachte das mit Ungarn abgeschlossene Gentleman's Agreement als in Kraft. Der rumänische Außenminister habe festgestellt, über den Durchlaß sowjetischer Truppen sei mit der Sowjetunion keinerlei Vereinbarung getroffen worden, Rumänien werde sich jederzeit nach dem rumänisch- polnischen Bündnis richten. 343. 15. 9. 1938 Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in W /arschau an den Warschau Außenminister Der polnische Außenminister teilte mit, auf Anfrage der englischen, französischen und der deutschen Regierung zur Volksabstimmung 339. 14. 9. 1938 Berlin 340. 14. 9. 1938 Warschau 341. 15. 9. 1938 London 342. 15. 9. 1938 Budapest 984