Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 2. kötet
Függelék - VI. Inhalt der Aktenstücke
254. 30. 6. 1938 Budapest 255. 30. 6. 1938 Budapest 253. 27. 6. 1938 Bericht des ungarischen Gesandten in Bukarest an den AußenBukarest minister In einer Unterredung mit dem Gesandten beanstandete der rumänische König, daß die ungarisch —rumänischen Verhandlungen in so langsamem Tempo verliefen; er betonte die Wichtigkeit eines erfolgreichen Abschlusses der Verhandlungen; für die Verzögerungen der Verhandlungen machte der Gesandte die rumänische Minderheitenpolitik verantwortlich. Anweisung des Außenministers an den ungarischen Gesandten in Bukarest Die Verhandlungen zwischen Ungarn und den Staaten der Kleinen Entente können nur dann zu einem erfolgreichen Abschluß geführt werden, wenn die drei Staaten in der Minderheitenfrage zu gesonderten Vereinbarungen mit Ungarn bereit sind, bzw. erklären, daß sie über diese Frage weiterverhandeln werden. Anweisung des Außenministers an den Gesandten in Belgrad Der Gesandte wird angewiesen. Stojadinovic mitzuteilen, daß die Verhandlungen mit dem rumänischen Außenminister nur langsam voranschreiten, deshalb sei es wünschenswert, mit Jugoslawien schon jetzt Verhandlungen über die Fragen zu beginnen, die der ungarisch —jugoslawischen Freundschaft im Wege stehen. Die ungarische öffentliche Meinung sei Jugoslawien freundschaftlich gesinnt. Vorteilhaft wäre es, zunächst die Minderheitenfrage zu regeln. Beratungsbeginn und Tempo überlasse er der Belgrader Begierung. 256. 1. 7. 1938 Bericht des ungarischen Gesandten in Bukarest an den AußenBukarest minister Der Gesandte hat dem rumänischen Außenminister und dem rumänischen König mitgeteilt, der Abschluß einer Übereinkunft sei erst nach Zugeständnissen an die in Siebenbürgen lebenden Ungarn möglich. Comnen ist sich darüber im klaren, daß in der Minderheitenfrage konkrete Maßnahmen getroffen werden müssen. Er betonte jedoch zugleich, die Minderheitenfrage könne nicht Gegenstand irgendeiner Verpflichtungsübernahme sein. Nach Comnens Ansicht können sich Verhandlungen, die die drei Staaten der Kleinen Entente unabhängig voneinander führen, nur auf Fragen beziehen, die über den beabsichtigten allgemeinen Vertrag hinaus auftauchen. Comnen schlug vor, die bisherigen Ergebnisse vorerst geheimzuhalten. 257. 4. 7. 1938 Bericht des ungarischen Gesandten in Warschau an den AußenWarschau minister Nach Informationen der polnischen Regierung sollen die italienisch —jugoslawischen Beziehungen auf den Beratungen in Venedig noch freundschaftlicher geworden sein. Stojadinovic soll erklärt haben, er hätte keine Lust, wegen der Tschechoslowakei Krieg zu führen, es wäre ihm am liebsten, wenn er seinen Verpflichtungen aus der Kleinen Entente ausweichen könnte, eine ungarisch —jugoslawische Einigung würde er freudig begrüßen. 258. 6. 7. 1938 Anweisung des Außenministers an den ungarischen Gesandten in Budapest Warschau Der ungarische Gesandte in Moskau hat dahingehend informiert, daß im Falle eines deutsch —tschechoslowakischen Konfliktes ernsthaft mit einer Einmischung der sowjetischen Armee zu rechnen sei. Wie sowjetische amtliche Kreise feststellen, würden die Rumänen dem Durchmarsch sowjetischer Truppen keinen Widerstand leisten. Der Gesandte soll sich erkundigen, ob Außenminister Beck diesbezügliche Nachrichten erhalten hat. 970