Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 2. kötet

Függelék - VI. Inhalt der Aktenstücke

an eine Autonomie der Karpatoukraine denkt. Seiner Ansicht nach ist die Bevölkerung dieses Gebietes gemischt und das unentwickelte Nationalbewußtsein lasse eine solche Lösung nicht angezeigt 220. 23. 5. 1938 London 221. 24. 5. 1938 Budapest 222. 24. 5. 1938 London 223. 25. 5. 1938 Bukarest 224. 26. 5. 1938 Paris Brief des ungarischen Geschäftsträgers in London an den Außen­minister Wiedemann hat auf Grund seiner Londoner Eindrücke zugegeben, daß sich die Stimmung in England seit den österreichischen Ereig­nissen zu Ungunsten Deutschlands gewandelt hat. Seiner Ansicht nach komme es in der tschechoslowakischen Frage nur darauf an, bei der Wahl der Lösung vorsichtig zu sein. England sei gegen ein bewaffnetes Auftreten, hätte aber gegen eine andere Art, die deutschen Ziele zu verwirklichen, kaum etwas einzuwenden. In deutschfreundlichen politischen Kreisen Englands habe er den Rat bekommen: „schießen ist verboten, würgen erlaubt". Chiffretelegramm des Außenministers an den ungarischen Gesandten in Bukarest Mitteilung an den Gesandten, daß Stojadinovic dem ungarischen Geschäftsträger in Belgrad erklärt habe, er sei bereit, unabhängig von den beiden anderen Staaten der Kleinen Entente mit Ungarn Verhandlungen zu beginnen und nach erfolgreichem Abschluß eines Abkommens, den beiden anderen Staaten ebenfalls den Abschluß einer ähnlichen Vereinbarung zu empfehlen. Was die Verhandlungen mit den Rumänen anbetreffe, so soll der Gesandte den Abschluß eines Gentleman's Agreement nicht unnötig beschleu­nigen. Chiffretelegramm des ungarischen Geschäftsträgers in London an den Außenminister Der Generalsekretär des Äußeren, Cadogan, hat erklärt, England würde es am liebsten sehen, wenn in der spanischen Frage auf der Grundlage des Status quo ein Waffenstillstand und ein Kompro­miß geschlossen würde und damit die italienischen Truppen aus Spanien zurückgezogen werden könnten. In der tschechoslowa­kischen Frage dagegen erwarte man keinen Kommpromiß, sondern mehr oder weniger die Erfüllung der deutschen Wünsche. Cadogan persönlich hält die deutschen Forderungen für berechtigt. Bericht des ungarischen Gesandten in Bukarest an den Außen­minister Der rumänische Außenminister gab seiner Freude Ausdruck, daß sich Reichsverweser Horthy anerkennend über die Versuche einer Annäherung durch die rumänische Regierung geäußert hat. Er erklärte, die Außenminister der drei Staaten der Kleinen Entente hätten den Text des ungarischen Vorschlags nur ganz allgemein als Verhandlungsgrundlage angenommen; zur Besprechung der Einzelheiten habe er absolute Vollmacht. Er teilte seine Beobach­tungen zum ungarischen Protokollentwurf und zum rumänischen Vorschlag mit. Der ungarische Gesandte hat einen Entwurf überreicht, der sich ausschließlich auf Rumänien und Jugoslawien bezieht. Der rumänische Außenminister Comnen erklärte, falls er diesen Entwurf annehmen sollte, müßte Ungarn auf jegliche Revisionspropaganda verzichten. Im übrigen warf er der ungari­schen Regierung vor, daß sie nur taktische Manöver durchführe und im Grunde gar keine Ubereinkunft wolle. Bericht des ungarischen Gesandten in Paris an den Außenminister Die unerwartete Verschärfung der deutsch —tschechoslowakischen Beziehungen hat eine panikartige Stimmung ausgelöst. Die Besorgnis der englischen und französischen Regierung beruht vor 59* 963

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