Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 2. kötet
Függelék - VI. Inhalt der Aktenstücke
188. 10. 5. 1938 Prag 189. 10. 5. 1938 Prag 190. 10. 5. 1938 Prag 191. 10. 5. 1938 Warschau 192. 11. 5. 1938 Warschau 193. 11. 5. 1938 Warschau 194. 12. 5. 1938 London Bericht des ungarischen Geshäfsträgers in Prag an den Außenminister Außenminister Krofta erklärte, er sei zu der Überzeugung gelangt, Ungarn trachte mit deutscher und italienischer Unterstützung danach, mit Jugoslawien und Rumänien gesondert zu verhandeln, um die Tschechoslowakei auszuschließen. Die drei Staaten der Kleinen Entente jedoch seien für ein gemeinsames Vorgehen. Ungarn wolle sich mit der Tschechoslowakei überhaupt nicht einigen, denn es warte auf deren Auflösung. Bericht des ungarischen Geschäftsträgers in Prag an den Außenminister Der tscheschechoslowakische Außenminister Krofta teilte einige Punkte des in Vorbereitung befindlichen Minderheitenstatuts mit. Bericht des ungarischen Geschäftsträgers in Prag an den Außenminister Im Auftrage ihrer Regierungen haben der französische und der englische Gesandte in Prag die tschechoslowakische Regierung auf die Notwendigkeit einer Regelung der Minderheitenfrage aufmerksam gemacht. Der französische diplomatische Schritt ist nur als formell anzusehen, die englische Note hingegen empfiehlt der tschechoslowakischen Regierung bis zur äußersten Grenze des Kompromisses zu gehen. Bericht des ungarischen Gesandten in Warschau an den Außenminister Der Leiter der politischen Abteilung im polnischen Außenministerium beruft sich auf eine Anfrage des polnischen Generalstabes und erkundigt sich nach den ungarischen Vorstellungen von den neuen Grenzen; weiterhin wie die Zukunft des autonomen slowakischen Gebietes und der eventuell autonomen Karpatoukraine geregelt werden soll. Bericht des ungarischen Gesandten in Warschau an den Außenminister Der polnische Außenminister Beck hält die Fortsetzung der begonnenen polnisch —ungarischen militärischen Besprechungen für wünschenswert. Seiner Ansicht nach will Hitler bei der Lösung der tschechoslowakischen Frage alle ungünstigen Momente ausschalten. Zur Zeit wolle er die Sudetendeutschen bremsen. Es müsse allerdings mit Ereignissen gerechnet werden, die die Entwicklung beschleunigen. Daher sei eine engere polnisch —ungarische Zusammenarbeit notwendig. Bericht des ungarischen Gesandten in Warschau an den Außenminister Die tschechoslowakische Regierung ist bereit, der polnischen Minderheit dieselben Zugeständnisse zu machen, wie den anderen Minderheiten. Zur Unterdrückung der von der polnischen Regierung beanstandeten kommunistischen Propaganda sind bereits Maßnahmen getroffen worden. Chiffretelegramm des ungarischen Geschäftsträgers in London an den Außenminister Da Berlin in der tschechoslowakischen Frage keine bewaffneten Komplikationen will, hat sich die allgemeine Stimmung beruhigt. Berlin ist über die Prag erteilten Ratschläge informiert worden. Die deutsche Regierung hat erklärt, Berlin sei allein an der Gleichberechtigung der deutschen Minderheit in der Tschechoslowakei interessiert. Wenn die Minderheitenrechte verweigert würden und dadurch innere Unruhen entstehen sollten, würde eine für den Frieden gefährliche Situation entstehen. Die Engländer 958