Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 2. kötet

Függelék - VI. Inhalt der Aktenstücke

haben ihre an Prag gerichtete Note auch Warschau und Moskau zur Kenntnis gegeben. Der neue deutsche Botschafter in London hat bei Chamberlain Verständnis für die Handhabung der tschecho­slowakischen Frage gefunden. 195. 12. 5. 1938 Budapest 196. 14. 5. 1938 Berlin 197. 14. 5. 1938 Budapest 198. 14. 5. 1938 Warschau 199. 15. 5. 1938 Budapest Tagesbericht über die Unterredung zwischen dem rumänischen Gesandten in Budapest. Bossy und Außenminister Kánya Der rumänische Gesandte bringt den aufrichtigen Wunsch des rumänischen Königs nach einer Verständigung zum Ausdruck. Ungarn müßte mit den drei Staaten der Kleinen Entente gleich­zeitig verhandeln. Wie aus dem Protokoll der Konferenz von Sinaia hervorgehe, sei Außenminister Kánya nicht bereit, die „Minder­heiten" aus dem Abkommen auszuklammern. In seiner Antwort legt der Außenminister dar, daß er gleichzeitige Verhandlungen mit allen drei Staaten der Kleinen Entente nicht akzeptiere, denn zwischen der Tschechoslowakei und den beiden anderen Staaten bestehe ein Unterschied. Bericht des ungarischen Gesandten in Berlin an den Außenminister Der englische Botschafter in Berlin, Henderson, hat im Namen seiner Regierung in Berlin wegen der tschechoslowakischen Frage interveniert. Nach Woermanns Aussage sei dies in sehr sanfter Form geschehen. Der Gesandte berichtet weiter, die Deutschen seien der Meinung, die Engländer werden sich wegen der Tsche­choslowakei nicht exponieren und selbst nach einer schnellen gewalt­samen Lösung wieder zur Tagesordnung übergehen. Von den Fran­zosen glauben sie, daß sie im Falle eines „nicht provozierten An­griffs" ihrer Bündnispflicht nachkommen würden. Woermann hat dem ungarischen Gesandten erklärt, die deutsche Regierung sei nicht bereit, die Grenzen und Unabhängigkeit der Tschechoslo­wakei anzuerkennen. Görings gegenteilige Äußerung zur Zeit des Anschlusses habe allein der Beruhigung der Tschechoslowakei gegolten. Mit Rücksicht auf die Empfinlichkeit der Engländer halte sich Hitler in letzter Zeit vor jeder Provokation zurück. Henlein und seine Anhänger habe er zur Ruhe aufgefordert Aufzeichnung über die Unterredung zwischen dem deutschen Gesandten in Budapest, Erdmannsdorff und Ministerpräsident Imrédy Der Ministerpräsident betont, daß er eine deutschfreundliche Politik führen wolle. Er ersucht darum, die Unterstützung der Pfeilkreuzlerbewegung durch offizielle deutsche Kreise einzustellen. Der deutsche Gesandte versichert, eine solche Unterstützung durch offizielle deutsche Kreise habe es bisher nicht gegeben und werde es auch in Zukunft nicht geben. Bericht des ungarischen Gesandten in Warschau an den Außen­minister Nach Aussage des Kabinettchefs im polnischen Außenministerium besteht zwischen Polen und Deutschland für die Lösung der tschechoslowakischen Frage keinerlei Abmachung. Mit Göring seien Gespräche allgemeinerer Natur geführt worden. Aufzeichnung über die Unterredung zwischen dem italienischen Gesandten in Budapest, Vinci und Ministerpräsident Imrédy Der Ministerpräsident versichert dem italienischen Gesandten, er werde die bisherige Innen- und Außenpolitik der ungarischen Regierung fortführen; die Freundschaft zu Italien wünsche er weiter zu festigen. Der italienische Gesandte dementiert Meldun­gen, wonach Italien den Donauraum der deutschen Interessen­sphäre überlassen habe. 959

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