Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 2. kötet

Függelék - VI. Inhalt der Aktenstücke

561. 19. 10. 1938 Rom 562. 20. 10. 1938 Prag 563. 20. 10. 1938 Budapest 564. 20. 10. 1938 Bukarest 565. 20. 10. 1938 Budapest 566. 20. 10. 1938 Budapest Endziel sei, sein koloniales Problem in Richtung auf die Sowjet­union zu lösen. In der Sowjetunion wolle es ein nationalsoziali­stisches System an die Macht bringen. Es könne keinen deutsch­feindlichen Block bauen, deshalb sei es Warschau gegenüber auch zu weitgehenden Zugeständnissen bereit. Ungarn sei eine ernst­zunehmende Basis gegen den Bolschewismus, die anderen Länder würden weniger in Betracht kommen. Deshalb werde es die ungarischen Revisionswünsche gegenüber Jugoslawien und Rumä­nien und später auch gegenüber der Slowakei unterstützen. Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Rom an den Außen­minister Hibben trop hat Ciano mitgeteilt, die tschechoslowakische Regie­rung habe auf Grund der ungarischen Darányi-Forderungen einen neuen Vorschlag ausgearbeitet, den man Budapest zur Annahme empfehlen werde. Die italienische Regierung solle das­selbe tun. Telefonischer Bericht des ungarischen Gesandten in Prag an den Außenminister Chvalkovsky teilte mit, der deutsche Gesandte in Budapest werde der ungarischen Regierung den Vorschlag überreichen auf dessen Inhalt sich die tschechoslowakische Delegation in München mit Ribbentrop geeinigt habe. Uber seinen Inhalt äußerte er sich nicht. Chiffretelegramm des Außenministers an den ungarischen Gesandten in Berlin Der Außenminister informiert den Gesandten über den Inhalt des vom deutschen Gesandten in Budapest überreichten neuen tschechoslowakischen Vorschlags. Ungarn könne den neuen Vorschlag nicht annehmen, denn danach würden bedeutende ungarische Städte in der Tschechoslowakei verbleiben. Weitere diplomatische Verhandlungen würden zu keinem Ergebnis führen. Der Gesandte wird daher angewiesen, in Berlin die Frage anzuschneiden ob Deutschland nicht bereit sein würde mit Italien gemeinsam die Rolle des Schiedsrichters zu übernehmen. Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Bukarest an den Außenminister Über die Verhandlungen zwischen dem rumänischen König und dem polnischen Außenminister Beck ist der Gesandte nur in großen Zügen informiert; Beck soll auf die als Kompensation für die gemeinsame ungarisch —polnische Grenze geplante Gebietsüber­gabe nur angespielt und das Hauptgewicht auf die Eisenbahnlinie Körösmező—Lonka gelegt haben. Rumänien werde, selbst wenn die karpatoukrainische Frage mit den Waffen gelöst werden sollte, neutral bleiben. Chiffretelegramm des Außenministers an den ungarischen Gesandten in Washington Kosik soll jetzt seine Aktion im Interesse des ungarischen Stand­punktes ausführen, er soll betonen, daß das Selbstbestimmungsrecht der Slowaken auf dem Wege einer Volksabstimmung zur Geltung kommen soll. Chiffretelegramm des Außenministers an den ungarischen Gesandten in Rom Der Gesandte wird angewiesen, Ciano mitzuteilen, der deutsche Gesandte in Budapest habe eine Landkarte zum tschechoslowa­kischen Vorschlag mit der Bemerkung vorgelegt, daß damit die Vermittlungsmöglichkeiten der deutschen Regierung erschöpft seien. Die ungarische Regierung könne den neuen tschechoslowa­kischen Vorschlag nicht annehmen, da bedeutende ungarische 1020

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