Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 2. kötet

Függelék - VI. Inhalt der Aktenstücke

573. 22. 10. 1938 Budapest 487. 9. 10. 1938 Komárom 487a Beilage 487b Beilage 488. 10. 10. 1938 Komárom Brief Reichsverweser Miklós Horthys an den englischen Minister­präsidenten Chamberlain Der Reichsverweser ersucht Chamberlain um Unterstützung der ungarischen Bemühungen zur Rückgewinnung der ehemals unga­rischen Gebiete. Aufzeichnung der ungarisch —tschechoslowakischen Verhandlungen Vor Beginn der Verhandlungen möchte der ungarische Außen­minister Kánya zunächst die Frage der von der ungarischen Regierung aufgestellten vier Wünsche klären. Im Verlaufe der um diese vier Wünsche geführten Diskussion wurde die Amnestie der politischen Gefangenen durchgeführt; die Entlassung der in der tschechoslowakischen Armee dienenden Soldaten ungarischer Nationalität sagt die tschechoslowakische Delegation erst für die allgemeine Demobilisierung und nach der Aufstellung der Einheiten zur Aufrechterhaltung der allgemeinen Ordnung zu; die symbolische Ubergabe der beiden ungarischen Städte wird von der Aner­kennung der ungarischen Gebietsforderungen abhängig gemacht; die tschechoslowakische Delegation glaubt darin Bestrebungen zur Verzögerung der Verhandlungen zu entdecken, schließlich ist eine Einigung über die Übergabe der beiden Bahnstationen Ipolyság und Sátoraljaújhely zustandegekommen. Die militärischen Sachverständigen beider Kommissionen legen die Einzelheiten der Durchführung fest. Die ungarische Delegation übergibt ein Memo­randum, das den sachlichen Teil der Verhandlungen enthält, bei­gefügt sind Landkarten und ein Anhang. Das Memorandum bezieht sich auf das Beispiel der deutschen und polnischen Minderheit und tritt für die einfache Rückgliederung der von Ungarn bewohn­ten Gebiete ein. Gleichzeitig wird das Selbstbestimmungsrecht der slowakischen und karpatoukrainischen Bevölkerung unterstrichen, von dem sie unter internationaler Aufsicht Gebrauch machen sollen. Text der Vereinbarung der ungarisch —tschechoslowakischen Unter­kommission Die Vereinbarung bezieht sich auf die vorzeitige Übergabe der Bahnstationen Ipolyság und Sátoraljaújhely an Ungarn. Memorandum der ungarischen Delegation für die tschechoslowakische Delegation Im Memorandum wird die Rückgliederung der von Ungarn bewohn­ten Gebiete der Tschechoslowakei an Ungarn und die Gewährlei­stung des Selbstbestimmungsrechts für Slowaken und Karpato ­Ukrainer gefordert. Aufzeichnung über die ungarisch —tschechoslowakischen Verhandlun­gen Nachdem die ungarische Delegation eine Erklärung für die Zwischenfälle entlang der Grenze abgegeben hat, äußert sich die tschechoslowakische Delegation zu dem am Vortage überreichten ungarischen Memorandum. In der tschechoslowakischen Antwort wird ausgeführt, das Problem der Slowakei und der Karpato­ukraine gehöre nicht in den Rahmen direkter ungarisch —tschecho­slowakischer Verhandlungen, auch das Münchener Abkommen befasse sich allein mit der ungarischen Minderheit; die tschecho­slowakische Regierung halte die territorialen Forderungen für unannehmbar, die Grenzen seien so festgelegt, daß die wirtschaft­lichen Lebensinteressen des übrigbleibenden Gebietes nicht gesi­chert seien; auch mit der Übergabe der angeführten Städte sei die tschechoslowakische Delegation nicht einverstanden. Dazu wird von ungarischer Seite dargelegt: eine Volksabstimmung der Slowa­ken und Karpatoukrainer könne dann in Betracht gezogen werden, wenn sie es selbst wünschten. Bei der Festlegung des Gebietes der 1009

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